Nur 6 von 33: Warum Krankenhäuser in Lwiw bei Stromausfällen anfällig sind

Nach den Pannen im Januar hat die staatliche Energieaufsicht mehr als 150 Objekte in Lwiw und der Region überprüft. Notstromquellen sind zwar vorhanden, doch die meisten medizinischen Einrichtungen haben nicht den Status von Objekten kritischer Infrastruktur — und das birgt reale Risiken für die Patienten.

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Was überprüft wurde und warum das wichtig ist

Der staatliche Energiekontrolldienst (Держенергонагляд) führte Inspektionen an über 150 Objekten in Lwiw und der Region durch — darunter 33 Gesundheitseinrichtungen, Fernwärme- und Wasserversorgungssysteme sowie Anlagen des städtischen Elektotransports. Die Überprüfung war eine Reaktion auf die Abschaltungen im Januar, als Teile von Krankenhäusern und der kommunale Verkehr ohne Strom blieben.

Wesentliche Erkenntnisse der Inspektion

Die Inspektoren stellten ein gegenteiliges Bild fest: Technisch sind viele Einrichtungen mit Notstromquellen und Treibstoffvorräten ausgestattet, doch nur 6 von 33 medizinischen Einrichtungen haben den Status einer Anlage der kritischen Infrastruktur (ОКІ). Darüber hinaus sind in zwei Einrichtungen die alternativen Stromquellen nach provisorischen Schaltungen mit Regelverstößen angeschlossen, und bei einer Wärmelieferanlage ist die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) bislang noch nicht angeschlossen.

"Gleichzeitig wurden eine Reihe von Mängeln festgestellt. Unter anderem haben nur sechs der 33 überprüften Krankenhäuser in der Region Lwiw den OКІ-Status..."

— Держенергонагляд, Pressestelle

Kontext: Warum der OКІ-Status wichtig ist

Der Status einer Anlage der kritischen Infrastruktur bietet nicht nur formalen Schutz vor Abschaltungen: Er bedeutet Priorität bei der Wiederherstellung der Stromversorgung, Grundlagen für staatliche und lokale finanzielle Unterstützung beim Einbau von Notstromsystemen und klare Anforderungen an Sicherheitskonzepte. Wenn eine Einrichtung nicht im OКІ-Register eingetragen ist, läuft sie Gefahr, bei Wiederherstellungen in der Warteschlange zu landen und während Krisen eine kompliziertere Kommunikation mit Energieversorgern zu haben.

"Teile der Krankenhäuser und der gesamte kommunale Elektromtransport wurden vom Stromnetz getrennt."

— Андрій Садовий, Bürgermeister von Lwiw

Was die Behörden sagen und welche Schritte nötig sind

Die Premierministerin erinnerte daran, dass Gesundheitseinrichtungen nicht vom Stromnetz getrennt werden dürfen, und veranlasste die Überprüfung durch den staatlichen Energiekontrolldienst. Die Lwiwer OVA wies darauf hin, dass die Gemeinden mehr als ein Jahr Zeit gehabt hätten, um sich vorzubereiten: Generatoren zu installieren, Treibstoffvorräte anzulegen und die Notstromschaltungen an die neuen Anforderungen anzupassen.

"Gesundheitseinrichtungen dürfen nicht vom Stromnetz getrennt werden."

— Юлія Свириденко, Premierministerin

Analyse und Folgen

Warum ist es dazu gekommen? Eine Mischung aus Änderungen in der Bewertung der Kritikalität, bürokratischem Zögern und begrenzten Ressourcen der Gemeinden führte zu einer Situation, in der technische Bereitschaft nicht immer von juristischem Schutz und Finanzierung begleitet wird. Das bedeutet: Selbst das Vorhandensein eines Generators garantiert nicht die schnelle Wiederherstellung oder prioritäre Treibstoffversorgung bei großflächigen Abschaltungen.

Was als Nächstes zu tun ist

Der staatliche Energiekontrolldienst fordert, die Gesundheitseinrichtungen zügig in das OКІ-Register aufzunehmen und die Arbeit der lokalen Selbstverwaltungsorgane sowie der Zentralbehörden zu intensivieren. Praktische Schritte sind: vorrangige Finanzierung für zuverlässige Notstromquellen, Korrektur fehlerhafter Anschlusskonzepte und systematische Inventarisierung der Risiken in den Gemeinden.

Fazit: Die technische Bereitschaft ist vorhanden, doch ohne den Status und systematische Finanzierung bleiben Risiken für Patientinnen und Patienten bei Abschaltungen bestehen. Der nächste Schritt liegt bei der lokalen und der zentralen Regierung: Erklärungen und Prüfungen in konkrete Entscheidungen und Investitionen umzuwandeln.

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