Musk gegen OpenAI: Richter zweifelt an $134 Mrd., doch der Fall geht an die Geschworenen – was das für den KI-Markt bedeutet

Die Richterin bezeichnete die zugunsten von Musk vorgebrachten Bewertungen als „Zahlen aus der Luft“, weigerte sich jedoch, sie endgültig zu verwerfen. Warum dieser Streit nicht nur für Milliardäre wichtig ist, sondern auch für Investoren, die Regulierung und die Sicherheit jener Technologien, von denen auch die Ukraine abhängt.

44
Aktie:
Гендиректор SpaceX та xAI Ілон Маск на 56-му Всесвітньому економічному форумі в Давосі, Швейцарія, 22 січня 2026 року (фото - EPA)

Kurz

Die Richterin des US-Bezirksgerichts Yvonne Gonzalez Rogers stellte die Methodik zur Berechnung des Schadensersatzes in der Klage von Elon Musk gegen OpenAI und Microsoft in Höhe von mehr als $134 Mrd. in Frage, schloss jedoch nicht die Gutachten aus dem Verfahren aus, die diese Summe stützen. Das berichtet die Financial Times.

Position des Gerichts

Bei der Vorverhandlung äußerte die Richterin Skepsis gegenüber der Genauigkeit der Berechnungen, entschied jedoch, die Tatsachenfrage den Geschworenen zu übergeben. Das bedeutet, dass die endgültige Entscheidung nicht nur von der rechtlichen Argumentation der Parteien, sondern auch von der Einschätzung der Beweise durch die Geschworenen abhängen wird.

"Die Geschworenen werden verstehen, dass [der Gutachter Musks] diese Zahlen aus der Luft greift. Halte ich sie für überzeugend? Nicht ganz."

— Yvonne Gonzalez Rogers, Richterin des US-Bezirksgerichts

Worum es in der Klage geht

Musk behauptet, OpenAI und dessen Führung hätten ihn getäuscht, indem sie nach seinen Investitionen von dem ursprünglich nicht-kommerziellen Modell abgewichen seien. Nach den Berechnungen eines Experten beliefen sich Musks frühe Einlagen auf etwa $38 Mio., und sein immaterieller Beitrag könne angeblich 50–75% des Werts der nicht-kommerziellen Einheit ausmachen, die mehr als ein Viertel des kommerziellen Geschäfts von OpenAI hält; dieses Geschäft wurde zuletzt auf etwa $730 Mrd. geschätzt.

Reaktion von OpenAI

Das Unternehmen bezeichnet die Klage als kommerziell motiviert und als Teil eines Druckversuchs auf seine Führung.

"Die Klage sei kommerziell motiviert und Teil einer anhaltenden Kampagne, Druck auf das Unternehmen auszuüben."

— Ein Sprecher von OpenAI

Warum das wichtig ist

Der Fall betrifft nicht nur einen privaten Streit zwischen einem Gründer und einem Unternehmen. Er stellt Bewertungsmethoden für Gründerbeiträge, Verfahren zur Ermittlung immaterieller Werte und die Praxis, hochspezialisierte Finanzbewertungen zur Sache von Geschworenengerichten zu machen, in Frage. Die Entscheidung wird Auswirkungen auf Investoren, das Startup-Ökosystem und regulatorische Ansätze für KI haben — Bereiche, die sowohl für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit als auch für die technologische Sicherheit der Ukraine von entscheidender Bedeutung sind.

Wie geht es weiter

Der Prozess soll am 28. April beginnen. Sollten die Geschworenen Musks Argumente für überzeugend halten, könnte das den Markt dazu veranlassen, „unterbewertete“ Gründerbeiträge anders zu bewerten, und die Standards der Unternehmensführung im Bereich der KI beeinflussen. Umgekehrt würde die Zurückweisung von Musks Forderungen die Position von Unternehmen stärken, transformative Geschäftsmodelle gegen ähnliche Klagen zu verteidigen.

Fazit

Die Richterin war hart gegenüber der Expertenbewertung, gab dem Fall aber den Weg zu den Geschworenen. Das bedeutet, dass das Schicksal der milliardenschweren Forderung nicht nur durch technische Rechtsfragen, sondern auch durch die öffentliche Wahrnehmung der Argumente entschieden wird. Frage an die Leser: Wird dieses Verfahren die Spielregeln für Start-ups und Investoren in kritischen Technologien ändern, von denen sowohl die Verteidigungs- als auch die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit unseres Landes abhängen?

Weltnachrichten