Was angekündigt wurde
Das Einkaufszentrum "Podolyany" in Ternopil kündigte die Eröffnung der zweiten Bauphase des Komplexes — Podolyany Mall — für April 2026 an. Über die Pläne informierte LIGA.net die Direktorin für Entwicklung des Einkaufszentrums, Tetiana Chubak. Nach der Fertigstellung wird die Gesamtfläche des Komplexes von 50.000 auf 71.000 m² wachsen — die zweite Bauphase wurde als separates Gebäude errichtet.
Was sich im Inneren befindet
Im neuen Gebäude sind Einkaufsarkaden, ein Kinderunterhaltungszentrum und ein moderner Food-Court mit Zugang zu Terrassen vorgesehen. Eine der zentralen Neuerungen ist ein Strahlenschutzbunker mit einer Fläche von 3.000 m², der auf Basis eines ehemaligen Werkslagers umgebaut wurde. Dem Einkaufszentrum zufolge können sich gleichzeitig etwa 4.500 Personen in dem Schutzraum aufhalten.
"Die Räumlichkeiten entsprechen allen Anforderungen, auch hinsichtlich Belüftung und Brandschutzsystem, sind mit Duschkabinen, Sanitäranlagen und Bänken ausgestattet"
— Tetiana Chubak, Direktorin für Entwicklung des Einkaufszentrums "Podolyany"
Neben dem Schutzraum erhält der Komplex ein zweigeschossiges Parkhaus mit 13.000 m² sowie eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 745 kW, die nach Einschätzung des Entwicklers etwa 70 % energetische Unabhängigkeit des Einkaufszentrums vom Netz sicherstellen wird.
Kontext und Bedeutung
Dies ist der erste große Strahlenschutzbunker im Westen der Ukraine im Rahmen eines Handelsprojekts, und er entsteht vor dem Hintergrund der Ankündigungen von etwa 20 weiteren neuen Einkaufszentren im Jahr 2026. Für die Region und den Retail-Markt hat ein solches Projekt mehrere Bedeutungsdimensionen:
- Sicherheit der Bürger. Die Integration eines ausgestatteten Schutzraums in den öffentlichen Raum ist eine Antwort auf reale Risiken und die Notwendigkeit, Orte der Menschenansammlung besser zu schützen.
- Infrastrukturelle Resilienz. Die Solaranlage und das umfangreiche Parkangebot verringern die Anfälligkeit des Komplexes gegenüber Störungen der Energie- und Verkehrsinfrastruktur.
- Wirtschaftliches Signal. Investitionen in derartige Großprojekte während des Krieges sind ein Zeichen des Vertrauens der Investoren und der Fähigkeit des lokalen Marktes, sich anzupassen.
Wie es weitergeht
Solche Entscheidungen zwingen dazu, die Standards für neue öffentliche Gebäude zu überdenken: Werden ausgestattete Schutzräume und autonome Energiequellen zur Norm statt zur Ausnahme? Derzeit ist dies ein lokaler Fall in Ternopil, doch er spiegelt den Trend gut wider: Bauprojekte sollen nicht nur Komfort und Wirtschaft fördern, sondern auch die Sicherheit und Resilienz der Gemeinden.
Die erste Bauphase der "Podolyany" wurde im Dezember 2007 eröffnet; nun ist es an der Zeit, dass Sicherheitsdeklarationen von einer Reihe von Projekten und Investitionen begleitet werden, die diese Erklärungen zur Realität machen.