Das Einkaufszentrum „Guliver" in Pawlograd in der Region Dnipropetrowsk wird nach einem russischen Anschlag vom 10. September vorübergehend geschlossen. Dies teilte die Verwaltung des Zentrums mit.
„Derzeit ist das Gebäude des Einkaufszentrums beschädigt, und es laufen Arbeiten zur Beseitigung der Folgen und zur Schadenseinschätzung. Das Einkaufszentrum ist vorübergehend geschlossen", heißt es in der Mitteilung.
Bei dem russischen Anschlag auf das Einkaufszentrum in Pawlograd am Donnerstag kamen fünf Menschen ums Leben, über 60 weitere wurden verletzt.
Systematisches Ziel
Seit Beginn des Vollkriegs wurden bis Ende Juli über 38 ukrainische Einkaufszentren mit einer Gesamtfläche von 1,4 Millionen Quadratmetern beschädigt oder zerstört. Einige Objekte wurden mehrfach getroffen, wie zum Beispiel das Einkaufszentrum „Kvadrat" und das Blockbuster Mall in der Hauptstadt.
- Am 21. August griffen die Russen mit Drohnen das Einkaufszentrum „Sonnengalerie" an – das größte in Kriwoj Rig. 16 Menschen starben, darunter Kinder, etwa 130 Menschen wurden verletzt. Neun weitere Personen werden vermisst.
- In der Nacht zum 22. August zerstörten die Besatzer mit Drohnen eines der Einkaufszentren in Cherson.
- Bei einem russischen Angriff am 25. August wurde das Einkaufszentrum „Karawane" am Rand von Dnipro beschädigt. Es nahm seinen Betrieb teilweise am 28. August wieder auf.
Die Erfahrung des „Karawane" zeigt, dass einige Objekte innerhalb weniger Tage nach einem Anschlag wieder in Betrieb gehen. Ob der „Guliver" dieses Szenario wiederholt, wird vom Ausmaß der Strukturschäden abhängen, die derzeit von Fachleuten bewertet werden.