Ernte 2025 größer als im Vorjahr, doch Export gefährdet

Die Ukrainische Getreidevereinigung schätzt die Ernte 2025 auf 81,4 Mio. Tonnen (gegenüber 79 Mio. im Jahr 2024). Das potenzielle Exportvolumen liegt bei 49 Mio. Tonnen, doch Verschiffungen könnten durch Angriffe auf die Infrastruktur erschwert werden; außerdem enthält die Analyse eine Aufschlüsselung nach Kulturen und eine Prognose für 2026.

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Die Ukrainische Getreidevereinigung prognostiziert die Ernte von Getreide und Ölfrüchten für 2025 auf 81,4 Mio. Tonnen. Zum Vergleich: 2024 betrug die Ernte 79 Mio. Tonnen.

Gesamtbewertung der Ernte

Der Verband weist auf ein potenzielles Exportvolumen von etwa 49 Mio. Tonnen gegenüber 46,7 Mio. Tonnen in der vergangenen Saison hin. Gleichzeitig ist die Realisierung dieses Volumens aufgrund militärischer Angriffe auf kritische Infrastrukturen, die die Logistik erschweren, fraglich.

Logistische Probleme durch Angriffe auf Energieversorgung, Eisenbahn und Häfen schaffen Risiken für den Export und die Zahlungsbilanz des Landes

– Ukrainische Getreidevereinigung

Einschätzung nach Kulturen

  • Mais — 32 Mio. Tonnen (2024: 25,9 Mio.), potenzieller Export — 25 Mio. Tonnen.
  • Weizen — 22,5 Mio. Tonnen (2024: 22,4 Mio.), potenzieller Export — 16,5 Mio. Tonnen.
  • Sonnenblumen — 11,5 Mio. Tonnen (2024: 12,8 Mio.), fast die gesamte Menge soll in der Ukraine verarbeitet werden.
  • Sojabohnen — 5 Mio. Tonnen (2024: 6,8 Mio.), potenzieller Export — 2,5 Mio. Tonnen.
  • Gerste — 4,9 Mio. Tonnen (2024: 5,6 Mio.), potenzieller Export — 2,3 Mio. Tonnen.
  • Raps — 3,2 Mio. Tonnen (2024: 3,8 Mio.), potenzieller Export — 2,1 Mio. Tonnen.

Prognose für 2026

Der Verband weist darauf hin, dass die Flächen für Winterkulturen bereits bekannt sind. Unter der Voraussetzung, dass die Aussaatflächen für Sommerkulturen im Frühjahr nicht zurückgehen, könnte die Ernte 2026 84,5 Mio. Tonnen erreichen, und das Exportpotenzial bei rund 50 Mio. Tonnen liegen.

Ende September veröffentlichte das Wirtschaftsministerium die ersten offiziellen Berechnungen: Weizen und Gerste entsprechen den Vorjahresmengen, während die Erbsen-Ernte größer ausfiel.

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