Ukrzaliznytsia hat im Dezember den Nachtzug Nr. 7/346–347/8 Uschhorod–Wien im Bestand von Schlafwagen europäischer Bahnen in Betrieb genommen. Die Route verläuft über eine neu gebaute eurospurige Strecke durch Ungarn mit Halt in Budapest und Ankunft am Morgen in Wien.
Fahrplan und Reisedauer
Der Zug fährt nachts von Uschhorod ab und erreicht Wien am Morgen; in Gegenrichtung verkehrt die Verbindung abends und trifft am nächsten Morgen ein. Die Grenzüberquerung auf dieser Strecke dauert kürzer als die Fahrt zwischen Uschhorod und Kiew.
Umstiege in Budapest und Tschop
In Budapest wird der Zug am Bahnhof Ferihegy halten, mit Ausstieg zum Internationalen Flughafen Budapest Liszt Ferenc. Und der Bahnhof Budapest–Kelenföld ist ein günstiger Verkehrsknoten in der ungarischen Hauptstadt mit einfacher Umsteigemöglichkeit zu Zügen der neuen U-Bahn-Linie
Neben Budapest ist für Fahrgäste ein abgestimmter Anschluss in Tschop an den Zug Nr. 749/750 vorgesehen, der Uschhorod und Kiew verbindet. Das ermöglicht Reisenden, schnell aus Richtung Österreich in die ukrainische Hauptstadt zu gelangen.
Neue regionale Verbindungen in Transkarpatien
Auch Berehove erhält eine Direktverbindung nach Budapest: Ab dem 14. Dezember verkehrt der Zug Nr. 36/35,32/37 über Nyíregyháza und den Bahnhof Ferihegy mit anschließender Weiterfahrt über Tschop nach Berehove. Zudem wird ein zusätzlicher Regionalzug Nr. 644/647 Uschhorod–Záhony über Tschop angeboten, der in Záhony das Umsteigen auf reguläre ungarische Verbindungen in Richtung Budapest ermöglicht.
Infrastruktur
Ukrzaliznytsia hat einen Vertrag mit der österreichischen Firma Voestalpine Rail Technology GmbH über die Lieferung von 10.000 Tonnen Schienen abgeschlossen. Dies soll die grundhafte Erneuerung von rund 80 km Gleis ermöglichen und die Durchlässigkeit der Strecke verbessern.
Kontext
Die Aufnahme des Nachtzuges ist das Ergebnis monatelanger Zusammenarbeit zwischen Ukrzaliznytsia und Partnern aus Ungarn und Österreich — MÁV und ÖBB. Die neuen Verbindungen und abgestimmten Umsteigemöglichkeiten entsprechen der Strategie, die ukrainischen Eisenbahnen in die europäische Infrastruktur zu integrieren und grenzüberschreitende Verkehre aus dem Westen Transkarpatiens zu vereinfachen.