Kurz — warum lesen
Ab dem 1. Januar 2026 werden die Ausstellung von innerstaatlichen und Auslandsreisepässen sowie von Aufenthaltstiteln teurer. Grund ist die Erhöhung der Kosten für Blankoformulare auf Herstellerebene; Verwaltungsdienstleistungen und staatliche Gebühren bleiben unverändert. Für diejenigen, die im nächsten Jahr Dokumente beantragen wollen, ist dies eine kleine, aber reale Änderung.
"Die Preiserhöhung hängt damit zusammen, dass das Druckkombinat 'Ukraine' den Preis der Blankoformulare einiger biometrischer Dokumente geändert hat."
— Staatlicher Migrationsdienst
Für wen und wie viel teurer
ID‑Karte: bis zu 20 Arbeitstagen — 618 грн (statt 558 грн, +60 грн); eilig (bis zu 7 Arbeitstagen) — 988 грн (statt 928 грн, +60 грн).
Reisepass für Auslandsreisen: bis zu 20 Arbeitstagen — 1147 грн (statt 1042 грн, +105 грн); eilig — 1787 грн (statt 1682 грн, +105 грн).
Aufenthaltstitel: dauerhaft — 1235 грн (statt 1175 грн, +60 грн); befristet — 1140 грн (statt 1080 грн, +60 грн).
Wer Mehrzahlungen vermeiden kann
Bürgerinnen und Bürger, die die Verwaltungsgebühren bezahlt und Anträge bis zum 31. Dezember eingereicht haben, erhalten die Dokumente zum alten Preis. Wenn die Zahlung bis zum 31. Dezember geleistet wurde, der Antrag aber noch nicht eingereicht ist, muss beim Zeitpunkt der Antragstellung die Differenz zum aktuellen Tarif nachgezahlt werden.
Warum das wichtig ist — Kontext
Für den Einzelnen mag das nach einer geringen Summe erscheinen. Im Maßstab des Landes weisen solche Schritte jedoch auf die Verwundbarkeit der Lieferketten staatlicher Dienstleistungen hin: Die Preise für Blankoformulare werden vom Hersteller festgelegt, und wenn der Staat die haushaltspolitischen Mechanismen nicht anpasst, werden die Kosten auf die Bürgerinnen und Bürger abgewälzt. Es erinnert auch daran, dass „Papierkosten“ die Mobilität beeinflussen: Im Jahr 2025 belegte der ukrainische Pass den 33. Platz im weltweiten Visafreiheitsranking (144 Ziele), sodass ein teurerer Reisepass eine weitere Hürde für Reisen und Geschäftsaktivitäten darstellt.
Wie weiter — Fragen an die Regierung und die Bürger
Die Frage ist einfach: Wer übernimmt die zusätzlichen Kosten — der Staat, der Hersteller oder der Endnutzer? Die Antwort hängt von haushaltspolitischen Entscheidungen und der Beschaffungspolitik ab. Wir raten Bürgerinnen und Bürgern, die eine Beantragung planen, die neuen Tarife zu berücksichtigen oder ihre Anträge noch bis zum Jahresende einzureichen, um den alten Preis zu sichern. Für Analysten und Politiker ist das ein Signal, das Finanzierungsmodell kritischer staatlicher Dienstleistungen zu überdenken.