100 Hrywnja mit «Ruhm der Ukraine»: Die Nationalbank der Ukraine beendete eine zweijährige Druckpause und vollendete die Modernisierung der gesamten Banknotenserie

Ab 16. Juni im Umlauf – der letzte Geldschein ohne patriotisches Motto. Zwei Jahre lang hatte die Nationalbank diese „Hundert-Noten" überhaupt nicht gedruckt – und das ist der Grund dafür.

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Фото: пресслужба НБУ

Ab dem 16. Juni 2026 führt die Nationalbank der Ukraine modifizierte Banknoten im Nennwert von 100 Griwnja in den Bargeldumlauf ein. Die Änderung ist eine, aber prinzipiell: Auf der Rückseite der Banknote, im rechten oberen Teil, erschien die Losung «Ruhm der Ukraine! Ruhm den Helden!» Der Rest des Designs und die Sicherheitselemente stammen vom Muster von 2014.

Die letzte in der Reihe

Diese Banknote ist die letzte in einem zweijährigen Modifizierungsprogramm. Wie der Leiter der Abteilung für Geldverkehr der Nationalbank Oleh Prochoda im Marathon-Fernsehen erklärte, begann der Prozess bereits im August 2024 — zum 33. Jahrestag der Unabhängigkeit. Schrittweise erhielten die Banknoten zu 50, 500 und 1000 Griwnja (August 2024), 20 Griwnja (August 2025), 200 Griwnja (Februar 2026) die Losung. Jetzt ist die «Hundert» an der Reihe.

«In Kürze werden wir diesen Prozess abschließen und die modifizierten 100 Griwnja in diesem Jahr in Umlauf bringen»

— Oleh Prochoda, Leiter der Abteilung für Geldverkehr der Nationalbank

Zwei Jahre ohne neue «Hunderter»: Was das bedeutete

Ein Kontext, den die Nationalbank nicht separat bewarb: Von Anfang 2024 bis Ende August 2025 druckte der Regulator überhaupt keine neuen Banknoten im Nennwert von 100 Griwnja. Zum Vergleich — im Jahr 2021 wurden sie in einer Menge von etwa 240 Millionen Stück ausgegeben, 2022–2023 — nur je 25 Millionen.

Das ist keine Katastrophe und keine versteckte Abwertung: Die Nationalbank erklärt, dass Reserven, die früher gebildet wurden, in den Umlauf gebracht werden können, und eine Pause beim Druck einzelner Nennwerte ist eine Standard-Praxis. Ebenso wurden 2023 keine 50-Griwnja-Banknoten gedruckt, und bereits 2024 wurden sie mit 60 Millionen Stück wieder aufgelegt. Im Jahr 2025 lag der Schwerpunkt hingegen klar auf großen Nennwerten: 500 Griwnja — 200 Millionen Stück, 1000 Griwnja — fast 173 Millionen.

Was sich für Menschen ändert

  • Die alten «Hunderter» müssen nicht umgetauscht werden — sie bleiben ein vollwertiges Zahlungsmittel.
  • Die neuen Banknoten werden schrittweise in die Geldbörsen gelangen — über Banken, Geldautomaten und Inkassounternehmen je nach Verschleiß der alten.
  • Es gibt keine Änderungen bei den Sicherheitselementen: Die Modifizierung ist rein symbolisch, nicht technisch.

Wie die Nationalbank anmerkte, «sieht die Modifizierung keinen vollständigen Redesign vor» — dies ist eine Festschreibung des militärhistorischen Kontexts auf Bargeld, nicht eine Reaktion auf die Fälschungsbedrohung.

Symbol oder Instrument?

Das Anbringen einer Staatslosung auf allen Nennwerten ist eine Entscheidung, die Zentralbanken normalerweise nicht in Friedenszeiten treffen. Griwnja mit «Ruhm der Ukraine» auf jeder Banknote — das ist eine öffentliche Positionierung einer Institution, die per Definition außerhalb der Politik stehen sollte. Die Frage ist nicht Patriotismus, sondern Präzedenzfall: Wenn die Losung zum Standard wird, wird die Nationalbank sie dann während des nächsten politischen oder militärischen Zyklus ändern — und nach welchem Verfahren?

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