Wechselkurs vom 4. August: Euro wird teurer, während die Nationalbank ihre Inflationsprognose verschärft

Dollar und Euro verteuern sich gleichzeitig, während die Nationalbank ihre Inflationsprognosen nach unten revidiert hat — für Familien bedeutet dies teurere Reisen, höhere Importkosten und eine langsamere Preisbremsung als erwartet.

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Für Familien, die Griwna für eine Reise nach Europa sparen oder auf Überweisungen von Angehörigen aus dem Ausland warten, bringt der Dienstag schlechte Nachrichten: Der Euro steigt deutlicher als der Dollar, und der Unterschied ist bereits an der nächsten Wechselstelle spürbar.

Was sich konkret geändert hat

Die Nationalbank der Ukraine hat für den 4. August einen offiziellen Kurs von 44,79 Griwna pro Dollar festgelegt — 15 Kopeken höher als am Vortag, als der Kurs 44,64 Griwna betrug. Der Euro ist noch erheblicher gestiegen — auf 51,27 Griwna. Nach anderen Angaben der NBU betragen die genauen Werte 44,7876 Griwna pro Dollar (+155 Kopeken) und 51,6423 Griwna pro Euro (+37 Kopeken), und der Zloty ist auf 12,0006 Griwna gestiegen (+11 Kopeken).

Im Bargeldbereich verkauften die Banken am Dienstagmorgen den Dollar zu 44,52–45,02 Griwna, den Euro zu 51,20–51,90 Griwna und den Zloty zu 11,55–12,06 Griwna. Im Interbankenverkehr lagen die Notierungen bei 44,80–44,85 Griwna pro Dollar und 51,64–51,68 Griwna pro Euro.

Warum das für die Geldbörse wichtig ist und nicht nur für Trader

  • Ein teurerer Euro bedeutet teurere Reisen, Ausbildung und Wohnungsmieten in Europa für diejenigen, die mit in Europa umgesiedelten Angehörigen in Kontakt stehen.
  • Der steigende Zloty-Kurs wird von Arbeitstätigen in Polen zu spüren bekommen, die Gelder nach Hause überweisen — die Umrechnung wird weniger vorteilhaft.
  • Der Unterschied zwischen Bargeld- und Interbankenkurs (bis zu 20–30 Kopeken) bedeutet, dass der Zeitpunkt und der Ort des Währungswechsels direkt die Summe beeinflussen, die eine Person erhält.

Das zweite beunruhigende Signal — Inflation

Parallel zu den Kursschwankungen verschlechterte die Nationalbank ihre Inflationsprognose für Ende 2026 auf 10% statt der zuvor erwarteten 9,4%, und für 2027 erhöhte sie die Schätzung auf 6,9% gegenüber den 6,5% von April. Das bedeutet, dass die Preise in den Läden langsamer sinken werden als der Regulator vor einigen Monaten versprochen hat, und die Kaufkraft von Löhnen und Renten wird später als geplant wiederhergestellt.

Kursspekulation lohnt sich nicht — Analysten der KIT Group haben bereits gewarnt, dass Versuche, an Griwna-Schwankungen zu verdienen, häufiger zu Verlusten als zu Gewinnen führen.

Was jetzt zu tun ist

Für die meisten Ukrainer bleibt die rationale Strategie unverändert: nicht dem Kurs hinterherjagen, sondern Ersparnisse in der Währung aufbewahren, in der zukünftige Ausgaben geplant sind — Griwna für laufende Bedürfnisse, Fremdwährung für große Ziele im Ausland. Die offene Frage bleibt: Wird die NBU den Kurs bis Ende der Woche stabilisieren, oder wird der August ein Monat der langsamen, aber stetigen Verteuerung des Euro gegenüber dem Dollar?

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