NBU verstärkt Kassen der Banken nach Festnahme von Oschadbank-Inkassomitarbeitern in Ungarn

Die Nationalbank hat damit begonnen, unbare Devisen in Bargeld umzutauschen, um den logistischen Schock durch den Vorfall auszugleichen — es geht um die Liquidität der Banken und die Sicherheit der Ersparnisse der Ukrainer.

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Was passiert ist

Am 5. März stoppte die ungarische Polizei zwei Bargeldtransporter der Oschadbank, die zwischen Österreich und der Ukraine $40 Mio., €35 Mio. und 9 kg Gold transportierten. Sieben Bankmitarbeiter wurden festgenommen und später des Landes verwiesen. Die ungarische Seite erhob Verdacht auf Geldwäsche und mögliche Verbindungen zur „ukrainischen Kriegsmafia“, die in der Ukraine als unbegründet angesehen werden. Das Bargeld wurde bislang nicht zurückgegeben. Am 10. März erließ die ungarische Regierung eine Verordnung zur Verwahrung der beschlagnahmten Gelder und Barren für mindestens 60 Tage.

"Die Nationalbank der Ukraine bezeichnete diese Nachfrage als moderat."

— Nationalbank der Ukraine

Warum die Nationalbank reagierte

Nach dem großangelegten Einmarsch nahmen die Flugverbindungen ab, und Banken begannen, Bargeld auf dem Landweg zu transportieren — vorwiegend über Österreich und Ungarn. Erschwerte Transitbedingungen schaffen Risiken für die Liquidität der Banken und die Verfügbarkeit von Devisen für Unternehmen und Bürger. Um diese Risiken zu mildern, begann die Nationalbank der Ukraine (NBU) am 9. März mit Tauschgeschäften, bei denen unbare Devisen in Bargeld umgetauscht wurden.

In der Praxis sah das so aus: Am 9. März bot der Regulator $100 Mio. und €80 Mio. an; Banken reichten Anträge über $53,1 Mio. und €42 Mio. ein (fünf Banken) — alle Anträge wurden bewilligt. Am 10. März wurden $100 Mio. und €35 Mio. angeboten; eine Bank beantragte $20 Mio. und €10 Mio. — ebenfalls bewilligt. Die Nationalbank (NBU) bezeichnete die Nachfrage als moderat, was auf ausreichende Bargeldreserven im System hindeutet.

Was das für Ukrainer bedeutet

Kurz: Der Regulator handelt, um lokale Devisenengpässe zu vermeiden und den Zugang zu Ersparnissen zu schützen. Das ist ein Beispiel für systematisches Arbeiten, das nicht immer in Schlagzeilen erscheint, aber direkten Einfluss auf die Stabilität der Bankdienstleistungen und die Fähigkeit der Unternehmen hat, internationale Geschäfte abzuwickeln.

Risiken bleiben jedoch — es geht nicht nur um Logistik, sondern auch um den politischen Faktor in den Beziehungen zu Transitländern. Weitere Operationen der NBU werden von den Bedürfnissen des Bankensystems und vom Verlauf diplomatischer Verhandlungen über die Rückgabe oder den Zugang zu den beschlagnahmten Mitteln abhängen.

Fazit

Die Nationalbank (NBU) hat schnell Instrumente mobilisiert, um den Schlag gegen die Liquidität abzumildern — das ist ein Signal, dass das Finanzsystem die Ersparnisse schützt. Wichtig sind nun zwei Dinge: die diplomatische Klärung der Frage der beschlagnahmten Vermögenswerte und stabile logistische Routen für Bargeld. Ob es gelingt, den vorübergehenden Mechanismus in ein langfristiges Sicherheitssystem zu überführen, ist eine Aufgabe für Regierung und Partner.

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