Mstyslav Tschernow erhielt seine zweite DGA‑Auszeichnung — wie ukrainische Dokumentarfilme die internationale Stimme zum Krieg Verstärken

Der Regisseur gewann die Auszeichnung der Directors Guild of America für „2000 Meter bis Andrijiwka“. Das ist nicht einfach nur eine weitere Statuette – es ist ein Signal an die internationale Öffentlichkeit und ein Schritt vorwärts in der Anerkennung ukrainischer Kriegszeugnisse.

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Die Directors Guild of America ehrte «2000 метрів до Андріївки»

Der ukrainische Regisseur Mstyslav Chernov erhielt den Preis der Directors Guild of America (Directors Guild of America, DGA) in der Kategorie „Herausragende Regieleistung in einem Dokumentarfilm“ für den Film «2000 метрів до Андріївки». Darüber berichten die Ukrainische Kinoakademie und UNN.

„Mstyslav Chernov ist Gewinner des Preises der Directors Guild of America! Sein Film «2000 метрів до Андріївки» erhielt die Auszeichnung in der Kategorie ‚Herausragende Regieleistung in einem Dokumentarfilm‘.“

— Ukrainische Kinoakademie

Das ist bereits die zweite DGA‑Auszeichnung für Chernov: 2023 wurde sein Film «20 днів у Маріуполі» ebenfalls von der Gilde gewürdigt. Der Film «2000 метрів до Андріївки» wurde außerdem in die Longlist der BAFTA‑2026 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ aufgenommen – von 61 eingereichten Filmen schafften es 10 auf die Liste.

Warum das wichtig ist

DGA und BAFTA sind nicht nur Branchenauszeichnungen, sondern Institutionen, die das Interesse von Medien und Vertriebsakteuren prägen. Anerkennung auf diesem Niveau erhöht die Sichtbarkeit ukrainischer Geschichten und steigert die Chancen, dass Berichte über den Krieg ein breites internationales Publikum erreichen.

Das hat praktische Folgen: Es wird leichter, Finanzierung zu akquirieren, Zugang zu Plattformen und Festivals zu erhalten und damit die Wirkung dokumentarischer Filme auf internationale politische und humanitäre Debatten zu verstärken. Anders gesagt: die Auszeichnung wirkt als weiche Macht – sie ersetzt keine Diplomatie, verstärkt aber deren Effektivität.

Wie es weitergeht

Jetzt kommt es nicht nur darauf an, Preise zu sammeln, sondern die Verbreitung des Films breiter zu sichern: Kinos, Plattformen, Übersetzungen und Diskussionen mit internationalen Zielgruppen. Für die ukrainische Filmszene ist das ein Signal, dass Werke, die während des Krieges entstanden sind, nicht nur dokumentarisches, sondern auch politisches und rechtliches Gewicht haben.

Quellen: Ukrainische Kinoakademie, UNN, offizielle Listen der DGA und BAFTA.

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