105 Mio. Kaution für Halushchenko: Ein Drittel sammelte ein Unternehmen mit einem Mitarbeiter und Stammkapital von 5000 Hrn

Für einen ehemaligen Energieminister wurden 105 Millionen Hrywnja von den erforderlichen 150 Millionen Hrywnja aufgebracht. 46 Millionen dieser Summe stammten von einem Unternehmen, das allen Anzeichen nach eine Briefkastenfirma ist.

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Герман Галущенко (Фото: Міністерство енергетики)

Eine Person, die im Februar 2026 vor Gericht sagte „ich werde jahrelang in Untersuchungshaft sitzen, weil ich solche Summen nicht habe", steht nun kurz davor, gegen Kaution freigelassen zu werden. Für den ehemaligen Energieminister Herman Galuschtschenko wurden bereits 105 Millionen Hrywnja von den erforderlichen 150 Millionen eingezahlt — darüber berichten die „Schemy" unter Berufung auf Quellen in den Strafverfolgungsbehörden.

Wer zahlt — und womit

Der bemerkenswerteste Beitrag — 46 Millionen Hrywnja von einer juristischen Person mit einem Arbeitnehmer und einem Grundkapital von 5000 Hrywnja. Das heißt, ein Unternehmen, das rechtlich nicht über Vermögenswerte für solche Operationen verfügt, zahlt ein Drittel der siebenstelligen Kaution für den ehemaligen Minister, der verdächtigt wird, über 400 Millionen Hrywnja legalisiert zu haben.

Das ist keine technische Kleinigkeit — das ist eine Frage an den Gerichtshof und die NABU: Woher hat ein Kleinstunternehmen hunderte Millionen? Der Ursprung der Kautionsmittel wird formal nicht so gründlich überprüft wie die Vermögenswerte des Verdächtigen. Genau diese Lücke im Verfahren ermöglicht die Nutzung von Strohmannstrukturen.

Chronologie des Falls „Midas"

Nach Aussage der Ermittlungen funktionierte das System bereits seit Dezember 2020, als Galuschtschenko die Position des Vizepräsidenten von „Energoatom" innehatte. Gegenparteien des Staatsunternehmens zahlten 10–15% Bestechungsgeld vom Wert der Verträge — für garantierten Lieferantenstatus und reibungslosen Zahlungsverkehr.

„Das ist keine Kaution — das ist ein Urteil. Ich werde jahrelang in Untersuchungshaft sitzen, weil ich diese Summe nicht habe und mein Umfeld auch nicht".

Herman Galuschtschenko, Februar 2026, während der VAKS-Verhandlung

Vier Monate nach diesen Worten zahlt ein Unternehmen mit einem Kapital, das unter dem monatlichen Mindestlohn liegt, ein Drittel der Kaution ein.

Kaution: von 425 Millionen bis 150 Millionen

Die SAP forderte zunächst 425 Millionen Hrywnja. Der VAKS setzte im Februar 200 Millionen fest. Im Juni 2026 reduzierte das Gericht die Summe auf 150 Millionen Hrywnja und verlängerte die Untersuchungshaft bis zum 10. August. Nach Angaben des Journalisten Michail Tkach könnte der Unternehmer Vasyl Astion die Mittel einzahlen — ein Name, der in den offiziellen Materialien des Falls nicht vorkommt.

Parallele Dimension: Offshore und Kinder

Eine separate Verdachtslinie betrifft einen Investmentfonds auf der Insel Anguilla, der 2021 gegründet wurde, um etwa 100 Millionen Dollar anzuziehen. Die Struktur umfasste Unternehmen auf den Marshallinseln, deren formale Eigentümer nach Ermittlungen die ehemalige Ehefrau und die Kinder von Galuschtschenko wurden. Er selbst erklärte dies mit dem „Kauf alter Häuser in der Schweiz zur Restaurierung".

  • Festnahme — 15. Februar 2026, während eines Versuchs, die Grenze zu überschreiten
  • Verdacht — Geldwäsche und Teilnahme an einer kriminellen Vereinigung
  • Bedingungen für die Freilassung gegen Kaution — elektronisches Armband, Abgabe des Auslandspasses, Verbot, Kiew und die Region zu verlassen
  • Eingezahlt — 105 Millionen Hrywnja von 150 Millionen

Falls die restlichen 45 Millionen bis zum 10. August eingezahlt werden, wird Galuschtschenko freigelassen — und die wichtigste Frage ist nicht mehr „wer hat gezahlt", sondern ob die NABU den Ursprung der Mittel von einem Kleinstunternehmen überprüft, bevor das Gericht die Türen der Untersuchungshaft öffnet.

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