Kreml im französischen Rundfunk: Macron bezeichnete Fedorowa als „Agentin der russischen Staatspropaganda" — Skandal erschüttert Senat, Parlament und Élysée-Palast

Xenia Fedorova, ehemalige Leiterin des blockierten Propagandakanals RT France, hat einen großen Medienskandal in Frankreich ausgelöst, der die Einmischung des Senats, des Parlaments und des Präsidenten Macron selbst zur Folge hatte.

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Dieser laute politische und mediale Skandal entstand durch einen Anstieg der Aktivitäten prorussischer Kräfte und die neue Tätigkeit von Fedorova selbst im französischen Informationsraum.

Nach Angaben der führenden französischen Publikation Le Parisien hat die ehemalige Direktorin von RT France „sehr enge Beziehungen zum französischen Milliardär und Medienmagnaten Vincent Bolloré". Wie unsere Quellen in Paris behaupten, verbirgt diese Formulierung die Delikatesse solch enger Beziehungen – kurz gesagt, es wird für alle offensichtlich, dass der französische Milliardär vom Kreml seine übliche Waffe untergeschoben bekommen hat: Sex.

Lassen Sie uns alles der Reihe nach aufschlüsseln.

Eindringen in das Medienimperium Bolloré

Nach der Schließung von RT France im Jahr 2023 aufgrund europäischer Sanktionen blieb Fedorova in Frankreich und integrierte sich offiziell in die Medienressourcen des rechtskonservativen französischen Milliardärs Vincent Bolloré:

  • Tritt regelmäßig in CNews und im Radiosender Europe 1 als „Expertin für internationale Angelegenheiten" auf.
  • Moderiert bei CNews eine wöchentliche Sendung „Das Glänzen der Orthodoxie" (L'Éclat de l'orthodoxie).
  • Ist wöchentliche Kolumnistin bei JDNews (Beilage zum Journal du Dimanche).

Verbreitung von Kremlin-Narrativen

Französische und internationale Medien – insbesondere umfangreiche Ermittlungen von Politico, Le Monde und RFI, die Ende Mai 2026 veröffentlicht wurden – stellen fest: Fedorova nutzt offen die französische Antenne, um russische Desinformation zu verbreiten. In ihren Beiträgen verbreitet sie die These, dass „Russland Frieden anstrebt", während die USA, die NATO und Europa für die Fortsetzung des Krieges verantwortlich seien. In ihren Kolumnen für JDNews ging sie noch weiter – sie nannte die Deportation ukrainischer Kinder durch Besatzungstruppen eine „Legende".

Einfluss auf Personalentscheidungen und interne Skandale

Laut Ermittlungen gewann Fedorova großes Gewicht innerhalb des Medienholdings Bolloré und brachte einen Teil des ehemaligen RT-France-Teams mit sich. Ein demonstrativer Zwischenfall erregte großes Aufsehen: Der französische General Bruno Clermont, Militärexperte bei CNews, wurde vom Sender entlassen, nachdem er kritische Anmerkungen zu Russland gemacht hatte – weil dies „Xenia Fedorova aufgebracht hatte".

Reaktion der Behörden und Proteste

Die Aktivitäten Fedorovas verursachten Empörung unter französischen Politikern und Aktivisten:

  • Beschwerde bei Arcom: Der Leiter der Europaabgeordneten der Renew-Koalition, Valérie Hayer, wandte sich offiziell an die französische Medienaufsichtsbehörde mit der Forderung, propagandistische Aussagen in CNews und Europe 1 zu untersuchen.
  • Straßenproteste: Am 3. Juni 2026 fand vor dem Büro von CNews in Paris eine Kundgebung gegen Fedorovas Aktivitäten statt – Menschenrechts- und pro-ukrainische Bewegungen beschuldigten sie der direkten Unterstützung des Krieges und der Verbreitung von Kremlin-Propaganda.
  • Diskussion über Aufenthaltstitel: In französischen Medien und im Senat intensivierte sich die Debatte über die Rechtmäßigkeit der Verlängerung ihres Langzeitaufenthaltstitels (titre de séjour), wenn ihre Aktivitäten die Informationssicherheit des Landes gefährden.

Trotz zahlreicher Beschwerden haben die französischen Behörden derzeit begrenzte juristische Hebel – direkte Beweise für offizielle Finanzierung durch die russische Regierung nach 2023 wurden bislang nicht veröffentlicht, und der Bolloré-Holding schützt sie mit „Redefreiheit". Der Druck auf Arcom und die Kanalleitung nimmt jedoch täglich zu.

Buch als Skandalauslöser

Einer der Hauptkatalyse des Skandals war Fedorovas Buch „Bannie. Liberté d'expression sous condition" („Verbannte. Redefreiheit mit Bedingungen"), veröffentlicht vom angesehenen französischen Verlag Fayard – der ebenfalls zum Lagardère-Konglomerat gehört, das vom gleichen Bolloré kontrolliert wird. Das Erscheinen des Buches bei einem so großen und traditionellen Verlag verursachte große Besorgnis in französischen Intellektuellenkreisen: Der Propagandistin wurde eine renommierte Plattform gegeben.

Das Buch ist als Autobiographie und Manifest eines „Opfers der Zensur" aufgebaut:

  • Verteidigung von RT France: Fedorova behauptet, dass der Kanal „Meinungsvielfalt" und einen „alternativen Blickwinkel" bot, den Frankreich angeblich fehlte.
  • Angriff auf die französische Demokratie: Die Schließung des Kanals nach Beginn der vollständigen Invasion nennt sie einen „Akt politischer Zensur" und ein „Begräbnis der Redefreiheit" durch die Regierung Macrons.
  • Position als „Opfer": Sie stellt sich als unabhängige Journalistin unter Druck dar aufgrund von „Russophobie" und verschweigt völlig, dass RT direkt von Moskau finanziert und geleitet wurde, um einen Informationskrieg zu führen.

Französische Investigativjournalisten und Analysten nannten die Veröffentlichung ein „klassisches Beispiel für Soft Power des Kremlin" und einen Versuch, russische Narrative im Herzen von Paris zu legitimieren. Kritiker sagen deutlich: Mit dieser Autobiographie versucht Fedorova, sich in die französische Gesellschaft als „Dissidentin" zu integrieren, um sich vor Abschiebung oder Sanktionen zu schützen. Eben die aktive Förderung des Buches auf Europe 1 und CNews führte Europaabgeordnete und Aktivisten auf die Straße.

Macron greift persönlich ein

Am 4. Juni 2026 kommentierte Präsident Emmanuel Macron den Skandal persönlich und sehr harsch – seine Erklärung erschien in Le Monde und Le Figaro.

„Xenia Fedorova war und bleibt die Leiterin einer Struktur, die eine Agentur der Staatspropaganda der Russischen Föderation ist"

– Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, 4. Juni 2026

Der französische Präsident betonte, dass ihre gegenwärtige Aktivität im französischen Äther eine offensichtliche Fortsetzung der Arbeit für den Kreml darstellt. Zwei Schlüsselakzente:

  • Reihe von Warnungen: Macron erinnerte daran, dass er bereits seit 2017 RT France öffentlich als „Werkzeug des Einflusses und der Propaganda" bezeichnet hatte – und die heutige Situation bestätigt nur diese Vorbehalte.
  • Signal an Bolloré: Die Erklärung wurde am Tag nach der Kundgebung vor CNews abgegeben – Macron beschuldigte den Holding praktisch, einer „Staatspropaganda" des Aggressors unter dem Deckmantel der Redefreiheit ein Podium zu geben.

Dieses Eingreifen verändert die Spielregeln grundlegend. Nun steht die Medienaufsichtsbehörde Arcom, die zuvor jahrelang Beschwerde von Europaabgeordneten prüfen könnte, unter direktem Druck des Élysée-Palasts. Es wird erwartet, dass die Reaktion auf Fedorovas Aktivitäten bei CNews und Europe 1 erheblich härter und schneller ausfallen wird.

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