Armee ohne Recht zu unterrichten: Syrski beraubte Teile der eigenständigen Kampfausbildung

Nach Überprüfungen verloren mehrere Militäreinheiten das Recht auf eigenständige Kampftrainings – Sirskij fordert einheitliche Ausbildungsstandards in der gesamten Armee.

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Олександр Сирський (Фото: Facebook-акаунт головкома)

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Sirskij, kündigte konkrete Konsequenzen aus Inspektionsprüfungen der Kampfausbildung an: Teile der Einheiten wurden des Rechts beraubt, die Kampfausbildung und Feuerausbildung (BZWP) unabhängig durchzuführen.

«Die Qualität der Militärausbildung muss einheitlichen hohen Standards entsprechen», betonte Sirskij. Praktisch bedeutet dies: Einheiten, die die Prüfung nicht bestanden haben, sind nun verpflichtet, ihre Ausbildung unter externer Kontrolle oder auf zentralisierten Truppenübungsplätzen durchzuführen – ohne das Recht, in diesem Bereich unabhängig zu handeln.

Was hinter dieser Entscheidung steckt

Das Problem ist nicht neu. Im Laufe der Jahre 2023–2024 dokumentierte das ukrainische Kommando eine Diskrepanz zwischen dem, wie Einheiten ihre Kampfbereitschaft melden, und dem, was Überprüfungen vor Ort zutage brachten. Verschiedene Truppenteile wendeten unterschiedliche Methoden an – einige davon veraltet oder auf den individuellen Kommandeur zugeschnitten statt auf die tatsächlichen Bedingungen an der Front.

Die Entzug des Rechts auf unabhängige BZWP ist ein administratives Druckinstrument: Die Einheit ist verpflichtet, das Ausbildungsprogramm abzustimmen und externe Ausbilder oder Inspektoren zuzulassen. Das ist logistisch aufwändiger, beseitigt aber die Situation, in der ein Kommandeur die Ausbildung formal «abhakt».

Umfang und Grenzen

Sirskij nannte keine konkreten Einheiten und veröffentlichte nicht die Anzahl der Untereinheiten, die unter Einschränkungen fallen. Dies lässt die Frage nach dem tatsächlichen Umfang des Problems offen: Handelt es sich um wenige Fälle als Disziplinsignal – oder um ein systemisches Problem bei der Standardisierung der Ausbildung unter den Bedingungen einer großen Mobilisierung.

Die Standardisierung der Kampfausbildung ist eine der Bedingungen, die westliche Partner im Kontext der Integration mit NATO-Verfahren stellen. Britische und amerikanische Ausbilder, die seit 2022 mit ukrainischen Einheiten im Ausland zusammenarbeiten, dokumentierten bereits Uneinheitlichkeit in den Ausbildungsstandards.

Unbeantwortete Fragen

Die Entscheidung liegt vor – aber ohne einen öffentlichen Verifizierungsmechanismus: Werden die beraubten Einheiten klare Kriterien zur Wiederherstellung ihres unabhängigen Status erhalten, und wer genau wird die Qualität der Ausbildung in Einheiten überwachen, bei denen ein externer Inspekteur nur alle paar Monate erscheint?

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