„Natürlich wollen wir mehr“: Selenskyj zu Sanktionen, Geheimdiensten und Patriot-Raketen

Der Präsident dankte den USA für geheimdienstliche Informationen, das Aufhalten der „Schattenflotte“ und Lieferungen von Luftabwehrsystemen, forderte jedoch eine Verstärkung des Drucks auf den Kreml — was das für die Front und den Wiederaufbau der Ukraine bedeutet.

331
Aktie:

Kurz — warum es Beachtung verdient

In einer Antwort auf eine Anfrage im Chat des Präsidialamts verband Wolodymyr Selenskyj seinen Dank für konkrete Schritte der USA mit der Bitte, den Druck auf den Kreml zu verstärken. Das ist gerade jetzt wichtig: Aufklärungsdaten, Lieferungen von Luftabwehrsystemen und Sanktionen beeinflussen nicht nur die taktische Lage an der Front, sondern auch die Möglichkeiten zum Wiederaufbau des Landes nach dem Sieg.

Was genau der Präsident sagte

"Ich sage Ihnen offen: wir müssen überleben. Wir kämpfen um unsere Unabhängigkeit, um unsere Freiheit, um unser Dasein. In diesem Kampf brauchen wir jede Hilfe"

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Selenskyj dankte den USA dafür, dass, seinen Worten zufolge, bei der Wiederaufnahme der Zusammenarbeit "die Aufklärung wiederhergestellt" worden sei und dass "wir Patriot-Raketen haben". Er begrüßte auch die Stilllegung der Tanker der "Schattenflotte" und die Einführung von Energiesanktionen, fügte aber hinzu: „natürlich wollen wir mehr“.

"Nicht alles ist perfekt, aber es kommt. Wir sind dankbar für diese Hilfe"

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Kontext und warum das wichtig ist

Erstens erhöht die Wiederaufnahme des Austauschs von Aufklärungsdaten die Präzision von Schlägen gegen die Logistik und die Stäbe des Gegners — das verringert unmittelbar seine operativen Fähigkeiten. Zweitens verändern Luftabwehrsysteme, wie etwa "Patriot", den Schutz wichtiger Einrichtungen und die Moral der Bevölkerung. Drittens beschränken Sanktionen, besonders solche gegen Energie und Schifffahrt, die Ressourcenbasis des Kreml.

Experten in führenden Analysezentren weisen darauf hin: die Kombination aus Aufklärungsdaten, Verteidigungssystemen und finanziell‑wirtschaftlichen Beschränkungen schafft eine Synergie — jedes dieser Elemente ist für sich wichtig, doch zusammen verstärken sie den strategischen Druck auf Moskau.

Folgen für Politik und Front

Wenn die partnerschaftlichen Maßnahmen anhalten und an Intensität gewinnen, bringt das für die Ukraine zwei praktische Vorteile: 1) bessere operative Möglichkeiten für das Vorrücken und das Halten von Stellungen; 2) politischer Druck, der auf lange Sicht weitere aggressive Handlungen für den Kreml verteuert. Selenskyj erwähnte auch „fast drei wichtige Dokumente“, die die rechtliche und finanzielle Grundlage für den Wiederaufbau legen könnten — deren Unterzeichnung und Umsetzung werden ein entscheidender Indikator für das Vertrauen der Partner sein.

Wie geht es weiter?

Der Präsident äußerte zugleich Dank und Forderung: Dank für das bereits Erreichte und die Bitte um mehr — bei Sanktionen, militärischer Hilfe und Aufklärung. Nun sind die Partner am Zug: Werden sie diese Signale in konkrete Schritte umsetzen — zusätzliche Sanktionen, verstärkten Austausch von Aufklärungsdaten und neue Lieferungen von Verteidigungsgütern?

Das ist nicht nur eine Frage der Diplomatie — es geht um die Sicherheit der ukrainischen Gesellschaft und darum, wie schnell und effektiv es gelingt, politische Erklärungen in materielle Ergebnisse für die Front und den Wiederaufbau umzusetzen.

Weltnachrichten