In der hohen Diplomatie zählen nicht laute Erklärungen, sondern sachliche Arbeit
In Genf hat der zweite Tag der dreiseitigen Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland begonnen. Der Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung Rustem Umerov führt die ukrainische Delegation an und betont das Bestreben nach klarer, technischer Arbeit an den Parametern möglicher Lösungen.
"Wir arbeiten an der Konkretisierung der Parameter und der Mechanik der gestern besprochenen Entscheidungen. Wir sind auf sachliche Arbeit eingestellt. Über die Ergebnisse werden wir gesondert informieren"
— Rustem Umerov, Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine
Format und Fokus der Verhandlungen
Am 18. Februar finden die Konsultationen in thematischen Gruppen innerhalb des politischen und militärischen Blocks statt. Der erste Tag, der 17. Februar, war praktischen Fragen und der Mechanik möglicher Lösungen gewidmet; anschließend führte Umerov eine Reihe von Treffen mit europäischen Partnern und US-Vertretern.
Politischer Hintergrund und Positionen der Seiten
Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte noch einmal: Die Ukraine wird keinem Frieden zustimmen, der die Übergabe des Donbass an Russland bedeuten würde. In derselben Dynamik forderte Donald Trump die Ukraine auf, schneller an den Verhandlungstisch zu gehen — die Meinungsverschiedenheiten in den Ansätzen verkomplizieren das diplomatische Bild zusätzlich.
Für die ukrainische Seite ist die entscheidende Frage nicht die Deklarationen, sondern konkrete Mechanismen, die Sicherheit und territoriale Integrität garantieren. Genau deshalb hat die Arbeit in den technischen Gruppen und Vereinbarungen über die «Mechanik» entscheidende Bedeutung.
Was das für den Leser bedeutet
Von den technischen Details, die die Gruppen derzeit ausarbeiten, hängt die reale Fähigkeit ab, Menschen und Grenzen zu schützen. Analysten und Diplomaten weisen darauf hin: Wenn es gelingt, eine transparente Mechanik der Garantien zu formulieren, haben politische Deklarationen die Chance, zu realen Sicherheitsinstrumenten zu werden.
Nun sind die Partner am Zug: Ob sich diese Konsultationen in unterzeichnete Abkommen verwandeln werden, die dem Schutz der Ukraine dienen — das ist die zentrale Frage, auf die eine Antwort erwartet wird.