Malyuk verlässt das Amt des SBU-Chefs, bleibt aber weiterhin für Spezialoperationen zuständig — was das für die Front bedeutet

Selenskyj forderte den General auf, sich auf asymmetrische Spezialoperationen zu konzentrieren. Die Entscheidung verändert die Rolle der SBU in der Verteidigung und wird zum Indikator für die Prioritäten von Regierung und Partnern.

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Worum es geht

Präsident Wolodymyr Selenskyj führte ein Treffen mit dem Leiter des SBU, Wassyl Maljuk, und besprach Kandidaten für dessen Nachfolge. Maljuk bestätigte, dass er das Amt des Dienstchefs verlässt, aber im System verbleiben wird, um asymmetrische Spezialoperationen von Weltklasse umzusetzen.

«Wassyl Wassylowytsch kann das am besten und genau damit wird er im System des SBU weiterhin beschäftigt sein. Ich habe Wassyl Maljuk beauftragt, den Bereich unserer asymmetrischen Operationen zum stärksten der Welt zu machen. Die Ressourcen und die nötige politische Unterstützung dafür sind vorhanden. Gemeinsam haben wir auch Kandidaten besprochen, um den neuen Leiter des SBU zu wählen.»

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Kontext und Bedeutung

Die offizielle Version — eine Neuverteilung der Rollen: der Leiter mit Kampferfahrung wechselt von der administrativen Führung hin zu spezialisierter operativer Arbeit. Das ist nicht nur eine personelle Umstellung — es ist ein Signal für die Priorität asymmetrischer Maßnahmen als Instrument zur Bekämpfung der russischen Aggression.

Ein solcher Schritt hat mehrere praktische Folgen: Erstens kann die Konzentration taktischer Erfahrungen in operativen Gruppen die Effektivität von Treffern und Aufklärungsarbeit erhöhen. Zweitens eröffnet der Führungswechsel im SBU Fragen zu institutionellen Reformen und zur Koordination mit den Streitkräften sowie westlichen Partnern — wovon der Zugang zu Technologien, Geheimdienstinformationen und Finanzmitteln abhängen wird.

Position des SBU und Danksagungen

Während der Treffen traf Selenskyj sich außerdem mit dem Leiter des Zentrums für Spezialoperationen „A“, Jewhen Chmara, dankte den Spezialkräften „für die außerordentlich bedeutende Kampfleistung“ und erörterte Möglichkeiten zur systematischen Weiterentwicklung der Spezialeinheiten.

«Ich bin überzeugt, dass ein starker und moderner Geheimdienst die Garantie für die Sicherheit unseres Staates ist. Auf dies zielen die Veränderungen ab, die der Präsident der Ukraine im Verteidigungsbereich umsetzt, und ich danke ihm. Ich glaube an einen gerechten Frieden und das Aufblühen der Ukraine.»

— Wassyl Maljuk, Leiter des SBU (während des Treffens)

Was als Nächstes zu beobachten ist

Verteidigungsexperten weisen darauf hin: Die Wirkung dieser Entscheidung wird von zwei Dingen abhängen — der Bereitstellung realer Ressourcen für die neuen Aufgaben und einem transparenten Prozess zur Ernennung des Nachfolgers. Wenn die Erklärungen auf der Bankowa durch konkrete Mechanismen und Koordination mit Partnern untermauert werden, wird die Umstrukturierung die Verteidigungsfähigkeit stärken. Wenn nicht — steigt das Risiko einer Bruchlinie in der Führung und einer Erschwernis der Zusammenarbeit mit internationalen Geheimdiensten.

Nun liegt die Frage bei den Institutionen und Partnern: Werden diese Erklärungen in konkrete Ressourcen, operative Möglichkeiten und eine langfristige Strategie umgesetzt? Davon wird abhängen, wie deutlich sich diese personelle Veränderung an der Front bemerkbar machen wird.

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