Am Vorabend eines massiven Angriffs: neue Luftabwehrraketen haben die Verteidigung der Ukraine gestärkt

Russland feuerte Dutzende Raketen und Hunderte Drohnen ab — doch im Vorfeld hatte die Ukraine zusätzliche Flugabwehrraketen erhalten. Wir analysieren, wie sich das auf das Ergebnis ausgewirkt hat und was das für die Sicherheit der Städte und die diplomatische Unterstützung bedeutet.

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Nächtlicher Angriff: Zahlen und Waffentypen

In der Nacht zum 20. Januar und am Morgen griff Russland massiv die Ukraine an: laut offiziellen Angaben der Luftstreitkräfte waren es 34 Raketen und 339 Angriffsdrohnen verschiedener Typen.

Unter den Starts war eine Anti‑Schiff‑Rakete „Zirkon“, etwa 18 ballistische Raketen des Typs „Iskander‑M“/S‑300, 15 Marschflugkörper X‑101 und Hunderte Drohnen, darunter rund 250 Shahed.

Was sich durch die neuen Raketen für die Luftverteidigung geändert hat

Der Präsident schreibt einen Teil des Erfolgs dem Umstand zu, dass die Ukraine am Vortag zusätzliche Raketen für Luftabwehrsysteme erhalten hatte. Das erweitert die Möglichkeiten für Abfangmaßnahmen auf unterschiedlichen Reichweiten und erlaubt eine effektivere Verteilung der Mittel zwischen den Systemen.

"Einen Tag vor diesem Angriff haben wir endlich die notwendigen Raketen erhalten, und das hat erheblich geholfen. Jedes Unterstützungspaket zählt. Raketen für die "Patriot"-Systeme, für die "NASAMS", für andere Luftverteidigungssysteme sind von entscheidender Bedeutung."

— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

In praktischer Hinsicht bedeutet das, dass Komplexe wie Patriot und NASAMS Munition erhielten, die kritische Lücken im Verantwortungsbereich der Luftverteidigung schließen — von den hohen Flugbahnen ballistischer Raketen bis hin zu tief fliegenden Drohnen.

Folgen für Bevölkerung und Infrastruktur

Es wurden Einschläge von fünf Raketen und 24 Drohnen an 11 Orten registriert; Trümmerteile fielen an weiteren 12 Orten. In Kiew wurde eine Person verletzt, das linke Ufer blieb vorübergehend ohne Wasserversorgung, über 5 600 Mehrfamilienhäuser — ohne Heizung.

In den Regionen: eine Tote in der Oblast Kiew, zwei Personen verletzt in Dnipro, außerdem Folgen in Odessa, Winnyzja, Poltawa, in Saporischschja und anderen Gebieten.

Warum das wichtig ist und wie es weitergehen könnte

Der Erhalt von Raketen am Vortag des Angriffs hat die Bedrohung nicht beseitigt, aber vorübergehend die Chancen der Luftverteidigung erhöht, kritische Ziele abzuschießen und Zerstörungen zu verringern. Analysten und Militärexperten weisen darauf hin: Damit dies zu einem dauerhaften Vorteil wird, sind regelmäßige Lieferungen, Ausbildung des Personals und technische Unterstützung durch Partner nötig.

Diplomatische Arbeit bleibt entscheidend — die Lieferungen müssen kontinuierlich und nicht fragmentarisch sein. Andernfalls kann jede nächste Welle von Angriffen die zivile Infrastruktur erneut gefährden.

Fazit: Die neuen Raketen gaben der ukrainischen Luftverteidigung zum Zeitpunkt des Angriffs eine entscheidende Verstärkung und reduzierten potenzielle Verluste. Für langfristige Sicherheit sind jedoch ein stetiges Tempo und ausreichende Mengen an Unterstützung durch Partner erforderlich — eine Frage, auf die nicht nur das Militär, sondern auch Millionen von Bürgern warten.

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