Was in Saporischschja passiert ist
Am Abend des 31. Dezember, gegen 20:00 Uhr, wurde Saporischschja von einem Luft‑ und Drohnenangriff getroffen. Nach Angaben des Leiters der militärischen Regionalverwaltung der Oblast Saporischschja, Iwan Fedorow, wurde ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt, mehrere Autos gerieten in Brand, eine Person wurde verletzt.
"Die Rettungsdienste beseitigen bereits die Folgen und leisten die notwendige medizinische Hilfe."
— Iwan Fedorow, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja
In der Region wurde Luftalarm wegen der Gefahr des Einsatzes bewaffneter Drohnen ausgerufen; über der Stadt wurde ein feindliches unbemanntes Fluggerät gesichtet. Am Abend verschärfte sich die Lage, doch durch das Eingreifen der Rettungs‑ und Sanitätsdienste konnte die Zahl der Verletzten begrenzt werden.
Ausmaß der Angriffe im Land
Bereits früher an diesem Tag hatte der Feind mehrere Stadtteile von Saporischschja angegriffen: Es wird von Schäden an drei Mehrfamilienhäusern, drei Einfamilienhäusern und nichtwohnlichen Gebäuden berichtet. Der Luftalarm in der Stadt dauerte mehr als vier Stunden; es kam zu mehreren Bränden, nach Angaben der Dienste jedoch ohne Todesopfer während der Angriffe am Tag.
In der Nacht zum 31. Dezember wurde auch ein massiver Drohnenangriff auf Odessa registriert — sechs Menschen wurden verletzt, darunter drei Kinder. Drohnen trafen auch Bilotserkva in der Oblast Kiew: es gibt Verletzte und beschädigte Mehrfamilienhäuser.
Laut der Plattform UNITED24 hat Russland im Jahr 2025 bereits mehr als 60.000 gelenkte Luftbomben (KAB), rund 2.400 Raketen und über 100.000 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Diese Zahlen geben einen Eindruck von der Intensität und der Veränderung der Angriffstaktik.
Warum das wichtig ist
Erstens sind die Drohnenangriffe keine Einzelfälle, sondern eine dauerhafte Kampagne, die die Risiken für zivile Infrastruktur und die Sicherheit der Städte verändert. Zweitens übt diese Taktik einen ständigen Druck auf Rettungsdienste und das Gesundheitswesen aus: Schon ein einziger Verletzter bedeutet Ressourceneinsatz und das Risiko einer Eskalation bei wiederholten Angriffen.
Für die Lesenden ist das eine Frage der Sicherheit von Zuhause und Familie: Manche Angriffe treffen Wohnviertel und Kinder, wie im Fall von Odessa. Es ist auch ein Test für die Fähigkeit der Städte und des Staates, kritische Infrastruktur unter dauerhaftem Drohnenbeschuss zu erhalten.
Wie es weitergeht
Bisher reagieren die Einsatzkräfte schnell und minimieren die Folgen, doch der Trend ist absehbar: Die verstärkte Nutzung von Angriffsdrohnen erfordert die Aufrüstung der Luftabwehrsysteme, die Modernisierung der Zivilschutzdienste sowie internationale Unterstützung bei Ausstattung und Ausbildung.
Analysten betonen: Die Zahlen von UNITED24 und die Fakten vor Ort zeigen – dies ist keine zufällige Eskalation, sondern eine gezielte Kampagne im Rahmen einer konzertierten Strategie. Nun sind die Partner gefordert: Erklärungen und Lieferungen müssen in praktische Lösungen umgesetzt werden, die Leben und Häuser retten.
Ob 2025 genug Ressourcen und politischer Wille vorhanden sein werden, um die Risiken für Zivilpersonen zu verringern und die Luftverteidigung zu stärken, ist die Schlüsselfrage der kommenden Monate.