"Oreschnik" für 20 Millionen Dollar – in den Garagen: Der dritte Einsatz der Rakete endete mit einem Brand in einer Genossenschaft in Bila Zerkva

Russland hat die balistische Rakete „Oreschnik" auf Bila Tserkiw abgefeuert – und traf eine Garagengenossenschaft. Das Ziel, das das russische Verteidigungsministerium als „militärisch" bezeichnete, entpuppte sich als drei brennende Garagen.

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In der Nacht zum 24. Mai setzte Russland während eines massiven kombinierten Angriffs auf die Ukraine erneut die Mittelstrecken-Ballistische Rakete RS-26 „Rubesh" ein, bekannt als „Oreshnik". Dem Bestätigung des Sprechers der ukrainischen Luftwaffe Juri Ignat nach wurde die Rakete vom Testgelände Kapustin Jar abgefeuert. Dies ist bereits die dritte dokumentierte Anwendung dieser Waffenart gegen die Ukraine — nach Dnipro im November 2024 und der Region Lwiw im Januar 2026.

Was getroffen wurde und wo

Der Notfalldienst registrierte einen Brand in einer Garagengenossenschaft in Bila Zerkwa: drei Garagen brannten. Die Staatsanwaltschaft der Region Kiew bestätigte die Beschädigung von Zivilobjekten — einer Garagengenossenschaft und Gebäuden eines Unternehmens im Bezirk Bila Zerkwa. Videoaufnahmen des Fernsehens zeigen verformte Metallkonstruktionen, die typisch für einen gewöhnlichen Garagenkomplex sind — ohne irgendwelche Anzeichen einer Militärinfrastruktur.

Der „Oreshnik" für dutzende Millionen Dollar zerstörte 3 Garagen. Die Russen sind einfach schockiert von solchen Ergebnissen.

Abgeordneter des Kiewer Regionalrats Wolodymyr Gorkowenko

Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation berichtete traditionell von „Schlägen auf Objekte der Militärverwaltung, Luftwaffenstützpunkte und Unternehmen des Rüstungskomplexes".

Was das eigentliche Ziel gewesen sein könnte

Analytiker von Defence Express und der OSINT-Kanal „KiberBoroshno" weisen darauf hin: Das Ziel war höchstwahrscheinlich ein Flugplatz oder ein anderes Militärobjekt in der Gegend von Bila Zerkwa. Die Rakete traf jedoch einen anderen Teil der Stadt — und die Frage der Genauigkeit bleibt offen. Defence Express hält die Version eines „Fehlschusses um 80 km" (d.h. Treffer in Bila Zerkwa statt Kiew) für unwahrscheinlich: Die Entfernung und Flugbahn stimmen nicht mit einem solchen Szenario überein.

Druckmittel oder Kampfinstrument

Nach Experteneinschätzungen kostet eine „Oreshnik"-Rakete etwa 20–25 Millionen Dollar. Der Sprengkopf teilt sich in sechs Sprengköpfe auf, von denen jeder sechs Submunitionsanteile trägt — eine Konstruktion, die für die Zerstörung versteuerter oder verteilter Ziele ausgelegt ist. Der Schlag auf Bila Zerkwa erfolgte mit konventioneller Ausrüstung.

Selbst in russischen Z-Gemeinschaften wurde der Angriff als „Verschwendung von Geld für ein schönes Bild" kritisiert. Defence Express fasst zusammen: Die Anwendung des „Oreshnik" erinnert bisher mehr an Machtdemonstration und psychologischen Druck als an effektive Kampfnutzung.

  • Erster „Oreshnik"-Schlag — Dnipro, 21. November 2024
  • Zweiter — Region Lwiw, Nacht zum 9. Januar 2026
  • Dritter — Bila Zerkwa, 24. Mai; dokumentiertes Ergebnis: drei zerstörte Garagen

Wenn Russland wirklich einen Flugplatz oder ein anderes Objekt treffen wollte und nicht einen zivilen Garagenkomplex — werden die nächsten Abschüsse zeigen, ob es sich um ein systemisches Genauigkeitsproblem handelt oder um einen einmaligen Fehler. Die Antwort auf diese Frage ist wichtiger als jede Rhetorik zur Waffe selbst.

Weltnachrichten

Politik

Am 24. Mai telefonierte Macron erstmals seit Beginn der vollumfassenden Invasion mit Lukaschenka und warnte vor den Risiken einer Verwicklung Weißrusslands in den Krieg. Der Anruf fand nicht im luftleeren Raum statt: Minsk führt bereits seit einem Jahr parallele Verhandlungen mit Washington über die Aufhebung von Sanktionen im Austausch für die Freilassung von politischen Gefangenen.

3 Stunden vor