Was auf Ramstein verkündet wurde
Auf der 33. Sitzung der Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine im Format „Ramstein“ kündigten die Partner militärische Hilfe in Höhe von fast $38 Mrd an. Dies erklärte auf einer Pressekonferenz in Brüssel Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov, wobei seiner Aussage nach rund $35 Mrd bereits bestätigt seien.
Wohin das Geld fließt
Nach Angaben des Ministers entfällt ein erheblicher Teil des angekündigten Pakets auf die Verstärkung der Flugabwehrsysteme und die Entwicklung schlagkräftiger Drohnenfähigkeiten. Es geht um Abfangsysteme, Langstrecken-UAVs und Ressourcen für die Bildung drohnen-gestützter Angriffsverbände.
"Wir bauen ein Verteidigungsministerium auf, das den Feind am Boden, in der Luft und auf See aufhalten kann und gleichzeitig dafür sorgt, dass Russland diesen Krieg nicht mehr finanzieren kann. Alle unsere Anstrengungen zielen darauf ab, diese Ziele bereits im Jahr 2026 zu erreichen."
— Mykhailo Fedorov, Verteidigungsminister der Ukraine
Warum das wichtig ist
Wichtiger als die Gesamtsumme ist die Zusammensetzung der Hilfe. Flugabwehr verringert die Fähigkeit des Gegners, massierte Angriffe auf zivile Infrastruktur und Versorgungskolonnen zu führen, und Angriffsdrohnen ermöglichen Schläge gegen Logistik und gegnerische Konzentrationen über große Entfernungen. Zusammengenommen erhöht dies die Kosten der Aggression für Russland und schafft Voraussetzungen, um Druck auf dessen finanzielle und materielle Ressourcen auszuüben.
Weitere Signale
- Am 12. Februar 2026 kündigte Großbritannien die Bereitstellung von mehr als £500 Mio (≈ $730 Mio) für Flugabwehrsysteme und Raketen für die Ukraine an (laut Angaben des britischen Verteidigungsministeriums).
- Am 11. Februar wiesen mehrere europäische Quellen, darunter Kommentatoren der Financial Times, darauf hin, dass europäische Länder die Kürzung der Unterstützung seitens der USA nach Veränderungen in Washington weitgehend ausgeglichen hätten.
Risiken und nächste Schritte
Ankündigungen sind der erste Schritt. Entscheidend ist, dass die Erklärungen in unterschriebene Verträge, Logistik und Wartung überführt werden. Analysten betonen, dass die Lieferung komplexer Flugabwehrsysteme Zeit, Personaltraining und eine verlässliche Nachschublinie für Munition erfordert.
Die entscheidende Frage ist nun: Werden sich diese Ankündigungen in reale Lieferungen in einem Umfang und Tempo verwandeln, die das Kräfteverhältnis zugunsten der Ukraine bis 2026 verändern?