Was passiert ist
In der Nacht zum 13. Februar hat Russland massive Angriffe auf Hafen- und Schieneninfrastruktur in der Region Odessa verübt, teilten der Leiter der Regionalen Militärverwaltung von Odessa Олег Кіпер und der Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien Олексій Кулеба mit.
Schäden und Opfer
Bei dem Angriff auf den Hafen wurde ein Mensch getötet, sechs weitere wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Alle Betroffenen sind Zivilisten.
Die Infrastruktur des Unternehmens wurde beschädigt: Lager mit Dünger wurden zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen, Fahrzeuge und Güterwagen beschädigt, und es brach ein Feuer aus. In Odessa wurde außerdem der Absturz von Drohnen-Trümmern auf dem Gelände eines Autohauses und eines Sanatoriums registriert; zwei "Shahed"-Drohnen trafen Wohnungen in zwei Wohnhäusern. Darüber hinaus führte die russische Armee im Laufe des Tages Angriffe mit unbemannten Luftfahrzeugen auf die Bahninfrastruktur der Oblast Dnipropetrowsk durch.
"Das waren Angriffe auf zivile Infrastruktur: Es gibt Tote und verletzte Zivilisten, Lager und Frachtladungen wurden beschädigt."
— Олег Кіпер, Leiter der Regionalen Militärverwaltung von Odessa
Kontext und Risiken
Der Angriff fügt sich in die etablierte Taktik Russlands ein, die systematisch Häfen, Energieinfrastruktur und Logistik in der Region Odessa angreift. Solche Angriffe haben eine doppelte Wirkung: unmittelbare Opfer und Zerstörung der Infrastruktur sowie langfristige Risiken für Export, Lieferketten und das Vertrauen internationaler Partner. Ein Beispiel: Im Dezember 2025 wurde das Gewässer des größten Hafens der Ukraine nach vorausgegangenen Beschüssen mit Öl verschmutzt — das verstärkte wiederum die ökologischen und logistischen Schäden.
Düngerlager stellen eine zusätzliche Gefahr dar: Beschädigte Lager können Brände, toxische oder explosive Freisetzungen sowie Störungen der Versorgung für die Agrarsaison verursachen.
"Angriffe auf Häfen sind nicht nur Militärtaktik: sie treffen die Wirtschaft und Logistik des Landes und haben Folgen für Export und innere Sicherheit"
— Олексій Кулеба, Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien
Was als Nächstes
Es ist zu erwarten, dass die Maßnahmen der Luftverteidigung in den Küstenregionen erhöht und der Schutz kritischer Infrastruktur verstärkt werden. Zur Minimierung der Folgen sind sofortige Maßnahmen wichtig: Löschung der Brände, Bewertung und sichere Entfernung beschädigter Düngemittel, Überwachung ökologischer Risiken und Wiederherstellung logistischer Routen. Analysten und die örtlichen Behörden sind sich einig: Solange der Feind versucht, das Exportpotenzial der Ukraine zu untergraben, besteht die zentrale Aufgabe darin, politische Erklärungen der Partner in konkrete Investitionen und Mittel zum Schutz der Hafeninfrastruktur zu überführen.
Fragen an Partner und Bürger: Werden die Erklärungen internationaler Unterstützung in konkrete Mittel zur Flugabwehr, Reparaturbrigaden und logistische Hilfe umgesetzt, die die Exportkorridore und die Zivilbevölkerung tatsächlich schützen?