Rubio in München: Verhandlungen verschaffen Russland keinen Zeitgewinn — Sanktionen und Unterstützung für die Ukraine dauern an

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte Senator Marco Rubio, warum die Verbindung von Diplomatie mit verstärktem Druck eine Strategie ist, die der Ukraine die Chance gibt, Verhandlungen von der Theorie in greifbare Vorteile zu verwandeln.

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Марко Рубіо (Фото: RONALD WITTEK / EPA)

Was Rubio auf der MSC sagte

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) stellte Senator Marco Rubio eine einfache, aber wichtige Frage: Ist Moskau ernsthaft gewillt, den Krieg zu Bedingungen zu beenden, die für die Ukraine akzeptabel sind? Seiner Aussage nach hat sich der Kreis der Fragen für einen Kriegsabschluss zwar verengt – doch die schwierigsten Elemente bleiben, und deren Lösung wird Zeit und Beharrlichkeit erfordern.

"Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen mit dem Kriegsende – sie sagen, dass sie es tun –, und unter welchen Bedingungen sie dazu bereit wären... Aber wir werden das weiter überprüfen."

— Marco Rubio, US-Senator

Druck läuft parallel zum Dialog

Rubio betonte, dass Verhandlungen nicht isoliert von anderen Politikinstrumenten stattfinden: Sanktionen, energetischer Druck und Waffenlieferungen an die Ukraine laufen parallel zu den diplomatischen Bemühungen weiter. Er nannte mehrere Beispiele, die dies seiner Ansicht nach belegen: Ölbegrenzungen (erwähnt Herbst 2025), Abkommen mit Indien zur Verringerung zusätzlicher Käufe russischen Öls, Schritte Europas und das PURL‑Programm zum Erwerb amerikanischer Waffen durch Verbündete zur Unterstützung der Ukraine.

"Also all diese Dinge gehen weiter, nichts ist während dieser Zeit (der Verhandlungen) gestoppt worden. Insofern gewinnt hier niemand Zeit."

— Marco Rubio, US-Senator

Technischer Fortschritt und seine Grenzen

Rubio berichtete auch von technischem Fortschritt: Seinen Worten zufolge haben militärische Vertreter beider Seiten bereits in der vergangenen Woche Treffen abgehalten, und neue Verhandlungen waren für den 17. Februar geplant. Das lässt auf Fortschritte in der Kommunikation auf Expertenebene schließen, doch der Senator warnte, dass technische Kontakte nicht automatisch in politische Entscheidungen übergehen, die faire und dauerhafte Bedingungen für die Ukraine garantieren würden.

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Die Kombination aus Druck und Dialog ist ein Rahmen, der den Interessen der Ukraine dient: Während die Absichten des Kremls überprüft werden, behalten die Partner ihre Einflussinstrumente. Fachleute sind sich einig, dass genau dieses Gleichgewicht die Chance bietet, aus den Verhandlungen reale Zugeständnisse herauszuholen und nicht nur Erklärungen.

Was als Nächstes folgt

Jetzt kommt es darauf an, ob sich technische Treffen und diplomatischer Druck in konkrete, für die Ukraine akzeptable Entscheidungen verwandeln. Es hängt von den Partnern ab, ob sie das Tempo und die Ressourcen aufrechterhalten, die nötig sind, um die Verhandlungen von der "Überprüfung der Absichten" in verifizierte Vereinbarungen zu überführen. Wenn nicht – könnte sich der Prozess in die Länge ziehen und Moskau mehr Spielraum zum Manövrieren erhalten.

Die Frage bleibt offen: Wird der internationalen Koalition der Wille und die Mittel ausreichen, um die diplomatischen Anstrengungen in ein Ergebnis zu verwandeln, das Sicherheit und Wiederaufbau für die Ukraine gewährleistet?

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