Position des Präsidenten
Wolodymyr Selenskyj erklärte, er rechne mit der Unterstützung der Werchowna Rada für die Kandidatur des amtierenden Verteidigungsministers Denys Schmyhal für das Amt des Vizepremierministers — Energieministers. Der Präsident betonte, dass genau der systematische Ansatz, den Schmyhal im Verteidigungsministerium gezeigt habe, auch im Energiesektor nötig sei.
"Es ist wichtig, dass wir nach jedem russischen Angriff das Zerstörte rasch wiederherstellen können und dass die Entwicklung der ukrainischen Energiewirtschaft stabil und ausreichend für die Bedürfnisse der Ukraine ist"
— Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Warum das wichtig ist
Energieversorgung während des Krieges — das ist eine Frage der Sicherheit und des täglichen Lebens. Wenn Netze durch Beschuss zerstört werden, sind nicht nur Reparaturbrigaden entscheidend, sondern auch die Koordination von Logistik, Finanzierung und zwischenbehördlicher Zusammenarbeit. Genau das nennt der Präsident als Stärken Schmyhals.
Kontext und Chronologie
Schmyhal leitet das Verteidigungsministerium seit dem 17. Juli 2025. Zuvor hatten sich die Personalwechsel im Energiesektor beschleunigt: Am 19. November 2025 unterstützten die Parlamentarier die Entlassung des ehemaligen Ministers Hrynchuk vor dem Hintergrund einer Untersuchung des NABU in der «Midas»-Affäre. Parallel laufen Beratungen auf höchster Ebene — Selenskyj besprach die Kandidatur mit Premierministerin Julija Svyrydenko.
Vorteile und Risiken der Entscheidung
Vorteile: schnellere Entscheidungsfindung in Krisen, einheitliche Koordination der Wiederherstellung der Infrastruktur, Möglichkeit, Verteidigungslogistik mit dem Wiederaufbau der Energiesysteme zu verbinden.
Risiken: Personallücke im Verteidigungsministerium, Widerstand im Parlament, Fragen der fachlichen Expertise bei komplexen technischen Energiefragen sowie erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Korruptionsuntersuchungen im Sektor.
Wie geht es weiter
Die Entscheidung muss das Parlament passieren — und hier wird nicht nur die Abstimmung entscheidend sein, sondern auch der Plan, wie Erklärungen in konkrete Haushalte, Verträge und technische Wiederaufbauprogramme umgesetzt werden. Analysten und Fachkreise achten bereits darauf, ob der neue Leiter militärische Koordinationsfähigkeit mit langfristigen Energie-Reformen verbinden kann.
Zusammenfassung: Diese Personalentscheidung ist ein Versuch, operative Handlungsfähigkeit und Systematik in zwei kritisch wichtigen Bereichen zu verbinden. Nun ist das Parlament am Zug: Wird es dieses Format unterstützen und werden die Versprechen in praktische Schritte für eine sichere und stabile Energieversorgung umgesetzt?