Kurz
Die Information, dass ab 2026 in der Ukraine angeblich ein System der Strafpunkte für Fahrer in Kraft getreten sei — ist falsch. Das bestätigt der erste stellvertretende Leiter der Abteilung der Streifenpolizei, Олексій Білошицький. Derzeit liegen mehrere Gesetzentwürfe zu diesem Thema im Parlament vor, doch keiner von ihnen hat den Status eines Gesetzes erlangt oder wird praktisch angewendet.
Warum die Falschmeldung aufkam
Der Grund ist einfach: die Registrierung eines Gesetzentwurfs wird oft als endgültige Entscheidung verstanden. Im Januar 2022 registrierten Abgeordnete der „Diener des Volkes“ den Entwurf Nr. 6502, der ein System von Strafpunkten vorsieht. Parallel dazu gab es 2025 Berichte über verschiedene Praktiken der Verkehrskontrolle — und ein Teil des Publikums begann, diese Meldungen zu einer einzigen Nachricht zusammenzufassen. Zur Verwirrung trug auch das mangelnde umfangreiche Informationsbegleitprogramm staatlicher Institutionen bei.
Was die Polizei sagt
"Im Netz wird die Information verbreitet, dass ab 2026 ein System von Strafpunkten für Fahrer in Kraft getreten sei. Das entspricht nicht der Realität."
— Олексій Білошицький, erster stellvertretender Leiter der Abteilung der Streifenpolizei
Fakten und wichtige Daten
• Januar 2022 — Registrierung des Gesetzentwurfs Nr. 6502, der einen Mechanismus für Strafpunkte vorsieht.
• Juni 2025 — die Streifenpolizei erläuterte einzelne Verfahren zur Anwendung der Verkehrsregeln (zum Beispiel zur Verwendung der Warnblinkanlage als "Dankeschön").
• Dezember 2025 — der Verfassungsgerichtshof bestätigte die Rechtmäßigkeit automatischer Strafen wegen Überladung von Lkw (ein anderes Feld, aber aussagekräftig hinsichtlich gerichtlicher Praxis und technischer Lösungen).
Was das für Fahrer bedeutet
Solange die Entwürfe geprüft werden, werden keine neuen realen Sanktionen in Form von Punkten angewendet. Die Entscheidung über die Einführung eines solchen Systems würde ein Abstimmung im Parlament, die Unterzeichnung durch den Präsidenten und höchstwahrscheinlich eine Übergangszeit erfordern — also Zeit für die Informierung der Bürger und die technische Vorbereitung. Deshalb ist jetzt das Wichtigste, keine ungeprüften Meldungen zu verbreiten und die offiziellen Quellen zu verfolgen.
Praktische Hinweise
Überprüfen Sie Informationen auf der Website der Werchowna Rada und in den offiziellen Kanälen der Нацполіції. Wenn Sie Meldungen über neue Bußgelder oder Änderungen der Verkehrsregeln erhalten — suchen Sie die Primärquelle (Gesetzestext oder offizielle Stellungnahme), bevor Sie etwas weiterverbreiten. Experten für Verkehrssicherheit betonen: Eine konstruktive öffentliche Diskussion über solche Änderungen ist nützlicher als Panik.
Fazit
Der Eindruck entsteht, dass die Frage der Strafpunkte für die Ukraine eine Frage der Zeit und einer begründeten Debatte ist, nicht einer sofortigen Entscheidung. Derzeit — keine Sorge: Ein solches System existiert noch nicht, und die weiteren Schritte hängen vom Parlament und der Kommunikation mit den Bürgern ab. Entscheidungen werden durch Verfahren getroffen, nicht durch Gerüchte in sozialen Netzwerken.