Die USA bereiten sich auf eine langfristige Kampagne gegen den Iran vor — was ändert das bei den Verhandlungen und für die Sicherheit der Ukraine?

Reuters berichtet über die Vorbereitung der US-Streitkräfte auf Operationen, die Wochen dauern könnten. Das erhöht die Einsätze in der Diplomatie gegenüber Teheran, beeinflusst den Energiemarkt und stellt Kiew vor neue Herausforderungen — wir analysieren die Logik und die Risiken.

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Дональд Трамп (Фото: STAN GILLILAND / EPA)

Kurz — warum das wichtig ist

Nach Angaben von Reuters rüstet das Pentagon die US-Streitkräfte für die Möglichkeit langandauernder Operationen gegen den Iran aus, die Wochen dauern könnten, falls Präsident Donald Trump den entsprechenden Befehl erteilt. Die Agentur erhielt die Informationen von zwei anonymen US-Beamten. Eine solche Vorbereitung erhöht den Einsatz in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran und macht ein mögliches Szenario deutlich schwerwiegender als frühere einmalige Angriffe.

US-Position: Machtdemonstration oder realer Plan?

In den Tagen zuvor entsandten die USA die zweite Trägerkampfgruppe USS Gerald R. Ford in die Region. Das ist sowohl ein Signal als auch eine Vorbereitung auf Operationen mit größerem Umfang als die Angriffe auf Nuklearanlagen im Jahr 2025, als die Maßnahmen faktisch Einzelaktionen waren. Reuters-Beamte betonen, dass die derzeitigen Planungen komplexer sind und Angriffe nicht nur auf Nuklearanlagen, sondern auch auf staatliche und sicherheitsrelevante Infrastrukturen des Iran einschließen könnten.

„Es war schwer, eine Einigung zu erzielen“, sagte der US-Präsident bei einer Ansprache vor Soldaten; nach seinen Worten habe er „alle Optionen auf dem Tisch“.

— Donald Trump, Präsident der USA (Zitat nach Reuters)

Risiken für die Region und globale Folgen

Experten warnen: Angriffe auf ein breites Spektrum iranischer Ziele erhöhen deutlich das Risiko von Raketenreaktionen des Irans und eine Eskalation in der gesamten Region. Reuters verzeichnet auch eine Marktreaktion — Öl-Futures reagierten mit einem Anstieg vor dem Hintergrund der Unsicherheit.

„Im Falle von Angriffen auf iranisches Gebiet könnte die Islamische Revolutionsgarde jede US-Basis ins Visier nehmen.“

— Aussage der Islamischen Revolutionsgarde (nach Reuters)

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Erstens könnten die diplomatische Aufmerksamkeit und die Ressourcen wichtiger Partner zerstreut werden: Am 17. Februar sind in Genf Gespräche zwischen den USA und dem Iran geplant — am selben Tag finden Gespräche der USA mit der Ukraine und Russland statt. Zweitens verstärkt jede groß angelegte Krise im Nahen Osten die Volatilität des Energiemarkts und kann die Logistik von Waffenlieferungen und Finanzströmen erschweren.

Eine abweichende Einschätzung äußerte der stellvertretende Direktor des Zentrums für Nahoststudien, Danilov, in einem Interview mit LIGA.net: Seiner Ansicht nach könnte eine Verstärkung des Drucks auf den Iran in einigen Szenarien zugunsten der Ukraine wirken. Das ist die Sicht eines Analysten, die mit anderen Bewertungen abgeglichen werden muss: Eine Eskalation könnte auch die Aufmerksamkeit der Verteidigungsindustrie und die Diplomatie der Partner vom ukrainischen Frontabschnitt abziehen.

Fazit — worauf es weiter zu achten gilt

Signale für die Vorbereitung einer langandauernden Kampagne ändern das Risiko-Gleichgewicht in der Region: Es geht nicht nur um militärisches Potenzial, sondern auch um ein politisches Druckmittel in Verhandlungen. Für die Ukraine ist die zentrale Frage, ob diese Machtdemonstrationen zu einer praktischen Veränderung der Prioritäten westlicher Partner werden und wie sich das auf die Sicherheit und Unterstützung unseres Landes auswirkt. Wichtig ist bislang, bestätigte Schritte (Entsendung der Trägerkampfgruppe, offizielle Erklärungen) von Einschätzungen und Szenarien zu trennen — und die Entwicklungen in Genf sowie die Reaktionen in der Region zu beobachten.

„Der Präsident hat alle Optionen auf dem Tisch… die endgültige Entscheidung wird auf Grundlage der nationalen Sicherheit getroffen.“

— Anna Kelly, stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses (Zitat nach Reuters)

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