Schlag gegen „Zhutovska“: wie ein Angriff auf ein Tanklager in der Region Wolgograd die russische Logistik schwächt

Der Generalstab bestätigte nächtliche Drohnenangriffe auf die Ölbasis „Zhutovska“ und mehrere Ziele in den von Russland besetzten Gebieten der Regionen Saporischschja und Donezk. Wir erläutern, warum dies kein Einzelfall, sondern ein Element einer Strategie zur Schwächung der offensiven Fähigkeiten des Feindes ist.

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Was passiert ist

In der Nacht zum 10. Januar bestätigte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine Angriffe auf das Tanklager «Жутовська» im Rajon Oktjabrskij der Oblast Wolgograd sowie auf eine Reihe von Objekten in den vorübergehend besetzten Gebieten der Regionen Donezk und Saporischschja. In der Mitteilung des Kommandos heißt es, die Treffer seien von Kampf‑UAVs verübt worden; das Ausmaß der Schäden werde noch präzisiert.

Ziel der Angriffe: Logistik wichtiger als Show

Dem Generalstab zufolge wurde das Tanklager im Rahmen von Maßnahmen zur Verringerung der Offensivfähigkeiten russischer Einheiten getroffen – dieses Objekt ist in die Treibstoffversorgung der Besatzungsarmee eingebunden. Die Entfernung von der Basis zur Frontlinie beträgt mehr als 400 km in Luftlinie, was die Arbeit in die Tiefe der gegnerischen Logistik unterstreicht.

"In allen Fällen wurden Treffer durch Kampf‑UAVs an den Zielen registriert. Die Verluste des Feindes werden noch präzisiert"

— Generalstab der Streitkräfte der Ukraine

Was noch getroffen wurde

Neben dem Tanklager berichtete der Generalstab über Angriffe auf mehrere operative Ziele in den besetzten Gebieten:

→ in der Oblast Saporischschja — ein Drohnenlager der Einheit der 19. motorisierten Schützendivision;

→ im Raum Pokrovsk (Oblast Donezk) — eine Leitstelle für russische Drohnen;

→ in der Oblast Donezk — eine Konzentration von Personal der 76. Luftsturm‑/Angriffsdivision (Kurachivka), ein Kommandobeobachtungspunkt eines Panzerbataillons sowie eine Führungsstelle einer Einheit der 41. Armee (Stadt Hirnyk).

Kontext: systematischer Druck auf die Versorgungslinien

Diese Operation ist nicht Einzelfall. In der Nacht zum 7. Januar trafen die Verteidiger das Tanklager «Осколнєфтєснаб» in der Oblast Belgorod sowie weitere Objekte. Die Abfolge von Angriffen auf Versorgungsinfrastruktur deutet auf eine pragmatische Strategie hin – die Lieferketten zu durchtrennen, die dem Gegner erlauben, sein Angriffspotenzial zu steigern.

Folgen und Risiken

Kurzfristig – Erschwernisse bei der Versorgung mit Treibstoff und der materiell‑technischen Unterstützung russischer Einheiten in bestimmten Richtungen. Mittel‑ und langfristige Effekte hängen davon ab, wie schnell der Gegner die Logistik wiederherstellen oder die Lieferwege umstellen kann.

Was das für uns bedeutet

Der Fokus auf Logistikobjekte zeigt einen pragmatischen Ansatz: nicht nur punktuelle Schläge zur Schau, sondern systematische Arbeit, die die Fähigkeit des Feindes, Operationen durchzuführen, beeinträchtigt. Für die Bevölkerung bedeutet das, dass die Verteidigung nicht nur an der Frontlinie wirkt, sondern auch dort, wo Entscheidungen über die Versorgung getroffen werden und wo deren Möglichkeiten untergraben werden.

Fazit

Der Angriff auf «Жутовська» ist Teil einer breiteren Strategie: in die Tiefe zu wirken und die Lieferketten des Gegners zu schwächen. Nun ist es wichtig zu beobachten, ob sich diese taktischen Erfolge in einen nachhaltigen strategischen Vorteil verwandeln — und wie der Gegner in puncto Logistik und Reserveversorgungssysteme darauf reagieren wird.

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