In der Ukraine wurde offiziell der Tag der Drohnensysteme gegründet — er wird jedes Jahr am 11. Juni begangen. Der entsprechende Erlass wurde von Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnet.
Die Drohnensysteme wurden 2024 zu einer eigenständigen Waffengattung erhoben — eine Entscheidung, die vor wenigen Jahren noch wie Science-Fiction gewirkt hätte. Zu Beginn der großflächigen Invasion waren Drohnen hauptsächlich Aufklärungs- und Feuerleitmittel. Heute zerstören sie Munitionslager hunderte Kilometer hinter der Frontlinie, vernichten Panzer und Seeziele in der Schwarzmeerregion.
Das Ausmaß der Veränderungen zeigt sich in Zahlen: Die Ukraine produziert Schätzungen zufolge über eine Million Drohnen pro Jahr und baut ihre Kapazitäten weiter aus. Einzelne ukrainische FPV-Anschläge wurden in mehr als 1500 Kilometern Entfernung von der Grenze registriert — tief auf russischem Territorium.
Der neue Feiertag ist mehr als nur eine symbolische Geste. Er verleiht der Struktur einen institutionellen Status, die praktisch die Logik des modernen Krieges verändert hat: Billige Massenproduktionswaffen gegen teure Technik nach sowjetischer und NATO-Doktrin. Eine FPV-Drohne im Wert von einigen hundert Dollar zerstört regelmäßig einen Panzer im Wert von einer Million und mehr.
Die Frage, die offenbleibt: Wird die ukrainische Industrie ihren technologischen Vorteil im Drohnenrüstungswettbewerb behaupten können — angesichts der Tatsache, dass Russland seine eigene Produktion von Angriffsdrohnen ebenfalls monatlich erhöht.