Parubij-Straße beim Mariinsky-Park: Symbol der Erinnerung und Bewährungsprobe für die Ermittlungen

Nach einer Umfrage auf „Kyiv Digital“ sprachen sich 57 % für die Umbenennung des Abschnitts von Hrushevskoho bis Parkova aus – das ist eine Würdigung und ein Weg, die Angelegenheit in der öffentlichen Wahrnehmung zu halten.

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Was beschlossen wurde

In einer Bürgerbefragung auf dem Portal und in der App „Kyiv Digital“ unterstützten 57% der Teilnehmenden die Umbenennung des Abschnitts entlang des Mariinskyj-Parks — von der Hruschevskyj-Straße bis zur Parkowa-Straße — zu Ehren des Abgeordneten und ehemaligen Parlamentspräsidenten Andrij Parubij. Über die Ergebnisse berichteten die Pressestelle der Partei „Europäische Solidarität“ und die Nachrichtenagentur UNN.

Warum das wichtig ist

Der Name einer Straße im Zentrum der Hauptstadt ist nicht nur ein Zeichen des Dankes: Er trägt zur Bestimmung gesellschaftlicher Narrative über Parlamentarismus, die Revolution der Würde und politische Loyalität bei. Für den durchschnittlichen Kiewer ist es eine tägliche Erinnerung an Werte, für die Ermittlungen bedeutet es zusätzliches öffentliches Interesse am Mordfall.

Er war ein Mann, der einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des ukrainischen Parlamentarismus geleistet hat, der während der Revolution der Würde eine wichtige Rolle spielte und in Fragen nationaler Identität engagiert war. Ich bin überzeugt, dass der Name einer Straße mitten in Kiew ein Symbol des Gedenkens, des Dankes und des Respekts für Andrij und für jene sein wird, die unsere Freiheit und Staatlichkeit verteidigt haben.

— Marina Poroschenko, Fraktionsvorsitzende der „Europäischen Solidarität“ im Kiewer Stadtrat

Ermittlungen: was bekannt ist

Andrij Parubij wurde am 30. August 2025 in Lwiw mit sieben Schüssen getötet. Laut den Ermittlungen gilt ein 52-jähriger Einwohner von Lwiw als Tatverdächtiger. Die Polizei prüfte drei Hauptversionen: vorsätzliche Tötung im Zusammenhang mit politischer Tätigkeit, möglicher russischer Einfluss und persönliche Feindschaften. Der Leiter der Nationalpolizei, Ivan Vygivskyi, erklärte die Prüfung eines möglichen russischen Hintergrunds zur Priorität.

Der Inlandsgeheimdienst SBU meldete die Auffindung einer Waffe — einer Makarow-Pistole mit Schalldämpfer, die angeblich in einem Versteck lag und DNA des Verdächtigen enthielt. Das Gericht verlängerte die Haft des Beschuldigten wiederholt (die letzte Verlängerung datiert auf den 18.12.2025), wie aus Gerichtsregistern und Medienberichten hervorgeht.

Wie es weitergeht

Die Umbenennung kann die zivilgesellschaftliche Kontrolle stärken: Sie hält die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Politik auf dem Fall. Symbole ersetzen jedoch nicht die juristische Arbeit — entscheidend ist jetzt, dass die Ermittlungen zu einer abschließenden, transparenten Entscheidung im Gericht führen. Der Straßenname wird ein Zeichen des Gedenkens sein, aber Gerechtigkeit verlangt Beweise und ein Urteil, das einer Überprüfung standhält.

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