Am Donnerstag, dem 13. August, spielt „Dynamo" ein Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde der Conference League gegen „Karabakh". Das Spiel beginnt um 19:00 Uhr Kiewer Zeit im Stadion Tofik Bahramov in Baku.
Auf den ersten Blick haben die Kiewer einen Vorteil: Das erste Spiel gewannen sie 1:0 durch ein Tor von Matviy Ponomarenko nach einem Fehler in der Abwehr des Gegners. Doch die Buchmacher schätzen die Chancen von „Karabakh" höher ein – der Koeffizient liegt bei 1,86 gegenüber 3,8 für einen Sieg von „Dynamo". Es geht nicht um die Qualität der Mannschaften, sondern darum, wer Zeit zum Ausruhen hatte und wer nicht.
Unterschiedliche Zeitpläne – unterschiedliche Frische
Die aserbaidschanische Meisterschaft hat noch nicht begonnen, daher widmete sich „Karabakh" in der letzten Woche ausschließlich der Vorbereitung auf das wichtige europäische Pokalspiel. Bei „Dynamo" ist es anders: Zwischen dem ersten Spiel gegen „Karabakh" und der Rückkehr nach Baku spielten die Kiewer noch eine Runde der UPL, siegten über „Weres" aus Rivne 2:1, und flogen dann nach Aserbaidschan.
Für eine Mannschaft bedeutet dies angesammelte Müdigkeit in den Beinen genau dann, wenn maximale Konzentration für 90 Minuten eines Auswärtsspiels erforderlich ist. Mit diesem Zeitplan ist es leicht, einen minimalen Vorteil selbst gegen einen gleichwertigen Gegner zu verspielen.
Wer wird nicht im Kader sein
Trainer Igor Kostyuk kann sich nicht auf drei Schlüsselspieler verlassen – Ruslan Nescheret, Nazar Voloshyn und Oleksandr Pikhaljonok, die in Kyjiw bleiben mussten wegen Verletzungen. Dies ist ein spürbarer Verlust an Tiefe des Kaders genau in einem Spiel, in dem die Mannschaft wahrscheinlich das Ergebnis halten muss gegen eine Mannschaft, die angreift.
Nach Baku flogen Buyalskiy, Shaparenko, Yarmolenko, Tymchyk und andere Führungskräfte der Startelf – taktisch hat Kostyuk worauf er hinarbeiten kann, aber es gibt weniger Spielraum zum Manövrieren, als man sich in einem Spiel dieses Niveaus wünschen würde.
Was auf dem Spiel steht
Der Sieger des Duells spielt in der Schlussrunde der Qualifikation gegen den Sieger des Duells zwischen „Twente" und „DAC 1904". Das erste Spiel zwischen den Niederländern und den Ungarn endete mit einer Niederlage von 6:0 für „Twente", also ist die Frage dort praktisch vor dem Rückspiel geklärt, das ebenfalls am 13. August um 20:00 Uhr stattfindet.
Das Direktübertragung des Spiels „Karabakh" – „Dynamo" wird auf dem Fernsehkanal 2+2 und der Plattform Kyivstar TB gezeigt.
Wenn „Dynamo" den Vorteil zumindest mit einem torlosen Unentschieden behält, wird es weiterkommen, trotz Müdigkeit und Personalausfällen – und das wird zeigen, dass Erfahrung und Disziplin mehr zählen als frische Beine. Wenn „Karabakh" das Spiel aber umkehrt, wird das bestätigen: Ein Vorteil in der Vorbereitung ist manchmal wertvoller als das erste Tor.