Qualifikantin mit Ranking Nr. 114 steht im French-Open-Finale – erste Mal in der Open Era

Maia Chwalinska besiegte Diana Schnäider 7:6, 6:4 und wurde die erste Qualifikantin im Dameneinzel der French Open, die das Finale der Open Era erreichte. Am Sonntag wird sie gegen Mirra Andrejewa antreten.

18
Teilen:

Bei Roland Garros ereignete sich gerade etwas, das es nie zuvor gegeben hat: eine Qualifikantin erreichte das Finale im Dameneinzel während der gesamten Open Era. Die Polin Maja Chwalinská mit WTA-Ranking Nr. 114 besiegte Diane Schnaider 7:6, 6:4 — und schrieb ihren Namen in die Tennisgeschichte, bevor sie den Pokal überhaupt in die Hand nahm.

Qualifikation als Weg zur Teilnahme — und zum Finale

Chwalinská reiste nach Paris ohne einen Platz in der Hauptkompetition an: Ihr Ziel war es, sich zu qualifizieren und einfach zum ersten Mal bei einem Grand Slam zu spielen. Am Ende gewann sie neun von zehn Spielen in zwei Sätzen, besiegte unterwegs Zheng Qinwen, Maria Sakkari und Anna Kalinskaya (Nr. 22). Der Sieg über Schnaider machte sie zur sechsten Qualifikantin der Open Era, die ein Grand-Slam-Halbfinale erreichte — und sofort zur ersten, die weiterkam.

Für den polnischen Tennis ist das auch eine Seltenheit: In Paris kam zuvor nur Iga Świątek bis zum Finale. Chwalinská wurde die vierte polnische Tennisspielerin der Open Era, die ein Grand-Slam-Halbfinale erreichte, zusammen mit Radwańska, Świątek und Linette.

Das Match: Variabilität gegen Kraft

Schnaider hatte in diesem Turnier bereits die Nummer 1 der Welt, Arina Sabalenka, im Viertelfinale ausgeschaltet — und betrat den Platz als klare Favoritin. Der erste Satz dauerte 1 Stunde und 18 Minuten und endete im Tiebreak. Chwalinská machte das erste Break — 3:1 — verlor dann ihren Vorsprung, aber in langen Ballwechseln hinter der Grundlinie war sie durch ihre Schlagvielfalt regelmäßig erfolgreich: Slice-Bälle, Tempowechsel, taktische Entscheidungen gegen Schnaiders Vorhand-Kanone.

«Einfach noch eine weitere großartige Erfahrung. Ich werde definitiv alles geben. Das ist ein Grand-Slam-Finale».

Maja Chwalinská — nach dem Match

Den zweiten Satz — 6:4 — absolvierte Chwalinská sicherer und kontrollierte das Spieltempo.

Finale ohne Vorchampionnen

Am Sonntag wird Chwalinská gegen Mirra Andrejewa antreten, die am Donnerstag zuvor die Ukrainerin Marta Kostjuk besiegte. Beide Finalistinnen starten unter neutraler Flagge — Schnaider und Andrejewa sind russische Staatsbürgerinnen, aber werden zu WTA-Turnieren mit einem individuellen Status zugelassen, ohne das Recht, die nationale Mannschaft zu vertreten. Das Finale garantiert eine neue Championin: Keine von ihnen hat je einen Grand Slam gewonnen.

  • Chwalinská — erste Qualifikantin im Finale der French Open (Damen) in der gesamten Open Era
  • Ranking Nr. 114 — das zweitniedrigste unter den Finalistinnen in der Geschichte des Turniers
  • Debüt in der Hauptkompetition eines Grand Slam — und gleich ein Finale: die fünfte solche Spielerin seit 1990

Die Frage, die das Finale bestimmen wird: Wird Chwalinská die gleiche Variabilität gegen Andrejewa einsetzen können — eine Spielerin mit einem anderen Stil als Schnaider — wenn die Polin drei schwere Spiele hintereinander spielen muss, fast ohne Rückenlehnung beim Ranking und mit der gesamten Last eines Debüt-Grand-Slam-Finales?

Weltnachrichten

Politik

Die USA haben auf Kiews dringende Anfrage zur kritischen Knappheit an Patriot-PAC-3-Raketen geantwortet, doch der Inhalt der Antwort ist klassifiziert. Der Kontext ist wichtiger als das Schweigen: Trump hat bislang kein Paket direkter Militärhilfe genehmigt, und der PURL-Mechanismus, der diese Unterstützung ersetzen sollte, kann dem Tempo der Bedrohung nach Aussage Zelenskyjs selbst nicht Schritt halten.

1 Stunde vor