Sieg nach Lebensmittelvergiftung: Lewchenko besiegte Jamaicas Distin im entscheidenden Versuch

Julia Lewchenko gewann die Paavo Nurmi Games in Turku mit einer Höhe von 1,97 m — obwohl sie bereits eine Woche lang erkrankt war. Wenige Tage vor dem Start gab sie öffentlich zu, dass sie mit einer Lebensmittelvergiftung kämpfte. Dies ist bereits die zweite Goldmedaille der Saison und ein Signal für eine echte Rückkehr auf Elite-Niveau.

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Vor dem Start in Turku schrieb Julia Lewchenko in sozialen Medien, dass das, was zunächst wie eine Akklimatisierung nach ihrer Rückkehr aus Asien aussah, sich als Lebensmittelvergiftung herausstellte. Sie brauchte fast eine Woche zur Genesung – und trat trotzdem zum Wettkampf an.

Bei den Paavo Nurmi Games – einem Turnier auf Goldniveau der World Athletics World Continental Tour in Turku, Finnland – konkurrierte Lewchenko um den Sieg gegen die Jamaikanerin Lamara Distin, die während des gesamten Wettkampfs führte. Der entscheidende Moment kam bei der Höhe von 1,97 m: Distin schaffte sie nicht, Lewchenko überquerte sie beim dritten Versuch.

«Die ukrainische Leichtathletin gewann den Wettkampf auf Goldniveau der World Athletics World Continental Tour – die Paavo Nurmi Games in der Stadt Turku»

Nationales Olympisches Komitee der Ukraine

Dies ist die zweite Goldmedaille der Saison – nach dem Sieg in der Diamond League im chinesischen Xiamen. Dazwischen liegt der vierte Platz in Rabat (1,91 m), was die Sportlerin selbst mit denselben Gesundheitsproblemen begründete.

Warum das Ergebnis wichtiger ist als die bloße Zahl

Um die Größenordnung zu verstehen: Lewchenkos Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2017 in London war 2,01 m. Nach diesem Karrierehöhepunkt ging es bergab: vierter Platz in Doha, verpasste Saisons, Ergebnisse im Bereich von 1,91–1,92 m in der Diamond-League-Serie. Nach Angaben von Tough Athletics hat sie zum ersten Mal in fünf Jahren wieder die 2,00-m-Marke überschritten – in dieser Saison im Finale der Diamond League.

Turku ist also kein isolierter Sieg. Es ist Teil einer Serie, die wie eine systematische Rückkehr aussieht, nicht wie ein vorübergehender Formblitz.

Was kommt als nächstes

Der nächste große Meilenstein ist die Weltmeisterschaft in Tokio 2025, bei der Lewchenko bereits zum sechsten Mal in ihrer Karriere antreten wird. Die konkrete Frage lautet: Wird sie genug Ergebnisstabilität in der restlichen Qualifikationszeit haben, um nach Tokio nicht nur als Teilnehmerin, sondern als Anwärterin auf einen Platz auf dem Podest zu gehen – wie 2017?

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