Vier Todesfälle – und bereits bekanntes Profil: Was über den Mercedes-Fahrer bekannt ist, der in die Unterführung in Kiew raste

Am 5. Juni fuhr ein Mercedes-Fahrer mit hoher Geschwindigkeit auf der Kreuzung der Straßen Vadym Hetman und Ushynskyi in eine Fußgängerzone und tötete vier Menschen. Das Büro des Generalstaatsanwalts stellte fest: Dies ist nicht der erste Unfall und nicht das erste Verfahren.

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Um 17:30 Uhr am 5. Juni verlor ein Fahrer eines Mercedes-Benz an der Kreuzung der Straßen Wadym Hetman und Ushynskyi im Solomerski-Bezirk von Kiew bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Wagen fuhr über die Fahrbahn hinaus und prallte in einen unterirdischen Fußgängerübergang. Vier Fußgänger starben an Ort und Stelle, drei weitere wurden verletzt. Der Fahrer wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Was die Ermittlungen festgestellt haben

Nach Angaben des Büros des Generalstaatsanwalts wurde der Verdächtige mehrfach zur verwaltungsrechtlichen Verantwortung für Geschwindigkeitsüberschreitung herangezogen, bevor diese Tragödie eintrat. Darüber hinaus war er an vier Verkehrsunfällen beteiligt – zwei davon ereigneten sich bereits in diesem Jahr 2025.

«Es wurde vorläufig festgestellt, dass er mehrfach zur verwaltungsrechtlichen Verantwortung für Geschwindigkeitsüberschreitung herangezogen wurde. Außerdem ist er an vier Verkehrsunfällen beteiligt, von denen zwei in diesem Jahr stattgefunden haben».

— Büro des Generalstaatsanwalts der Ukraine

Am Ort des Vorfalls dokumentierte eine Ermittlungs- und Operativgruppe die Fahrtrajektorie des Fahrzeugs, den Zustand der Fahrbahn und weitere Umstände, die zum Kontrollverlust beigetragen haben könnten. Nach Angaben der Kiewer Polizei werden alle Umstände weiterhin geklärt.

Profil des Verdächtigen: Verwaltungsprotokolle als Warnung, die nicht funktionierte

Das Vorhandensein mehrerer vorheriger Protokolle und die Beteiligung an vier Unfällen ist nicht einfach eine biografische Einzelheit, sondern eine Frage an das System. Verwaltungsstrafen für Geschwindigkeitsüberschreitung in der Ukraine beschränken sich in der Regel auf Geldstrafen. Der Entzug der Fahrerlaubnis ist nur bei wiederholten oder schweren Verstößen vorgesehen und wird in der Praxis selten angewendet.

  • Vier Verkehrsunfälle in der persönlichen «Bilanz» des Fahrers – zwei davon 2025
  • Mehrfache Verwaltungsprotokolle für Geschwindigkeitsüberschreitung
  • Keine öffentlichen Daten über den Fahrerlaubnisentzug vor der Tragödie vom 5. Juni

Die Ermittler haben ein Strafverfahren eingeleitet. Der Fahrer steht unter ärztlicher Beobachtung – sein Zustand wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geklärt. Der Verdacht gegen ihn wurde entweder noch nicht mitgeteilt oder diese Information wurde offiziell nicht bestätigt.

Die Qualifizierung der Tat hängt von den Ergebnissen medizinischer und technischer Expertisen ab: insbesondere, ob der Fahrer nüchtern war und welche Geschwindigkeit die Kameras unmittelbar vor dem Aufprall registrierten. Sollte die Ermittlung bestätigen, dass frühere Verstöße nicht zum Fahrerlaubnisentzug führten, weil es systemische Lücken gab – wird dies Anlass für eine separate Überprüfung: ob der aktuelle Mechanismus der verwaltungsrechtlichen Reaktion ausreicht, um einen Fahrer mit solch einem Risikoprofil zu stoppen.

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