iPhone erlaubt endlich die Antwort auf Nachrichten von Amazfit — aber nur in der EU

iOS 18.5 öffnete APIs für Smartwatches von Drittanbietern unter Druck europäischer Regulatoren. Amazfit nutzte die Gelegenheit bereits. Apple Watch ist kein Monopolist mehr auf seiner eigenen Plattform — zumindest in Europa.

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Смартгодинник Amazfit (Фото: Amazfit)

Besitzer von Smartwatches der Marke Amazfit in den EU-Ländern haben endlich das bekommen, was sie jahrelang nicht konnten: die Möglichkeit, auf iPhone-Nachrichten direkt vom Handgelenk aus zu antworten – ohne Apple Watch, ohne Umwege.

Dies wurde möglich, nachdem Apple in iOS 18.5 die entsprechende API für Drittanbieter öffnete. Dies geschah nicht freiwillig – unter dem Druck der Anforderungen des Digital Markets Act (DMA), der Technologieriesen verpflichtet, die Kompatibilität mit konkurrierenden Geräten zu ermöglichen.

Was sich technisch geändert hat

Bis dahin konnten Uhren von Drittanbietern unter iOS nur Benachrichtigungen anzeigen – eine Antwort war unmöglich. Apple hielt die Antworfunktion innerhalb seines eigenen Ökosystems verschlossen. Nun integrierte Amazfit die Unterstützung der neuen API in seine Zepp-Anwendung, und Benutzer in der EU können Antworten auf Nachrichten direkt von der Uhr aus tippen oder diktieren.

Die Funktion funktioniert über eine Bluetooth-Verbindung mit dem iPhone – genau wie die Apple Watch. Der einzige Unterschied ist, dass die Uhr ein Vielfaches billiger ist.

Der Regulierungshebel, der funktioniert hat

Der DMA trat 2024 in Kraft und gilt für sogenannte „Gatekeeper"-Plattformen – Unternehmen mit dominanter Marktposition. Apple fiel in diese Kategorie, und die Europäische Kommission eröffnete bereits ein Verfahren zur Kompatibilität von iOS mit Drittanbietergeräten.

Die Öffnung der API für Smartwatches ist Teil eines umfassenderen Pakets von Zugeständnissen, die Apple speziell in Europa gemacht hat. Außerhalb der EU gelten diese Änderungen nicht: Benutzer in den USA, der Ukraine oder Japan bleiben unter den alten Bedingungen.

Was das für den Markt bedeutet

Amazfit ist nicht der einzige Hersteller, der die neue API nutzen kann. Garmin, Samsung mit seiner Galaxy-Watch-Serie, Fitbit und andere haben technisch die gleichen Möglichkeiten. Es ist nur eine Frage, wie schnell sie ihre eigene Software aktualisieren.

Für den Verbraucher ist dies eine echte Veränderung: Die Bindung an die Apple Watch als einzige „vollwertige" Uhr für das iPhone ist nun regulatorisch aufgelöst – zumindest auf einem Kontinent.

Apple wiederum kommentiert nicht, ob es plant, diese Änderungen außerhalb der EU auszurollen. Was genau das Unternehmen für die „ausreichende" Erfüllung des DMA hält – und ob die Europäische Kommission damit einverstanden ist – wird klar, wenn der Regulator die ersten Ergebnisse der Umsetzung des Gesetzes Ende 2025 bewertet.

Sollte die offene API wirklich ohne versteckte Einschränkungen von Apple funktionieren, wird dies ein Präzedenzfall: Zum ersten Mal erhält das Ökosystem, das Apple über Jahrzehnte als geschlossen aufgebaut hat, ein echtes Loch – nicht von Hackern durchbohrt, sondern von Gesetzgebern.

Die eigentliche Frage ist anders: Wird Apple diese API technisch funktionsfähig halten, nachdem der Regulierungsdruck nachlässt – oder wird es einen Weg finden, die Kompatibilität nominell zu gestalten?

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