Xiaomi hat einen tragbaren Eiswürfelbereiter Mijia angekündigt. Das Gerät ist bereits auf der Xiaomi Youpin-Plattform im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne erhältlich und soll am 17. August in den freien Verkauf gehen.
Das neue Gerät stellt acht Eiswürfel pro Zyklus her. Im schnellen Modus ist die erste Portion in 6-8 Minuten fertig, der Standardmodus ist für größere und durchsichtigere Würfel ausgelegt. Die maximale Leistung beträgt bis zu 13 kg Eis pro Tag, der Wassertank fasst 1 Liter, der Lagerbehälter bis zu 80 Würfel. Das Gehäuse wiegt 6,1 kg, der Stromverbrauch liegt bei 110 W.
Zusätzliche Funktionen: UV-Reinigung, Selbstreinigung, LED-Anzeigen, verzögerter Start, transparenter Deckel und Fach für den Eislöffel.
Warum braucht eine Smartphone-Marke Eis
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine weitere Marotte eines Elektronikherstellers, der längst über Gadgets hinausgegangen ist. Aber genau darin liegt der Sinn: Xiaomi baut keine Sammlung einzelner Geräte auf, sondern ein Ökosystem Mijia, in dem jeder Haushaltsgegenstand – vom Reiskocher bis zum Eiswürfelbereiter – mit einer Anwendung, einem Konto und einer Steuerungslogik verbunden ist.
Ein Eiswürfelbereiter ist keine bahnbrechende Technologie. Ähnliche Haushaltsmodelle verkaufen Ninja, GE oder Igloo seit Jahren. Der Unterschied liegt im Ansatz: Xiaomi versucht nicht, das beste Eis der Welt herzustellen, sondern entwickelt ein Gerät, das organisch in ein intelligentes Zuhause passt und gleichzeitig dank Produktionsumfang und Crowdfunding-Modell beim Start deutlich günstiger ist als westliche Alternativen.
Die praktische Perspektive
Für den ukrainischen Verbraucher ist die Geschichte nicht wegen des Eises selbst interessant, sondern wegen des Markteinführungsmodells. Crowdfunding auf Youpin ist eine Möglichkeit, die Nachfrage zu testen und Geld für die Massenproduktion zu sammeln, noch bevor der Verkauf beginnt, wodurch Risiken minimiert werden. Wenn sich das Gerät in China bewährt, folgt traditionell der nächste Schritt: eine angepasste Version für globale Märkte, einschließlich Export durch Parallelimporte in die Ukraine – so ist es bereits bei Dutzenden Mijia-Gadgets geschehen.
Die Frage ist nicht, ob Sie einen 110-Watt-Eiswürfelbereiter brauchen, sondern wie viele weitere Haushaltsgeräte Xiaomi in intelligente Geräte umwandeln wird, bevor die Konkurrenz mit einem eigenen Ökosystem antworten kann.