Samsung veröffentlicht Liste von Apps mit Satellitenverbindung – was das den Ukrainern bringt

Samsung hat die Apps genannt, die über eine direkte Satellitenverbindung auf kompatiblen Galaxy‑Geräten funktionieren können. Wir erklären, welche Apps das sind, wie man die Kompatibilität prüft und warum das für die Kommunikation unter Kriegsbedingungen und in entlegenen Regionen wichtig ist.

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Still, aber wichtig: Satellitenverbindung wird Teil des Smartphones

Samsung hat eine Liste von Apps veröffentlicht, die direkte Satellitenverbindung auf kompatiblen Galaxy‑Smartphones unterstützen. Das ist nicht nur eine technische Option — ein Mechanismus zur Erhöhung der Kommunikationsresilienz in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung, was für die Ukraine im Krieg und für abgelegene Gemeinden praktische Bedeutung hat.

Welche Apps über Satellit funktionieren

  • Find My Mobile
  • Google Maps
  • Google Play Services
  • Messenger (Facebook)
  • Messages
  • Samsung Account
  • Samsung Find
  • Samsung Health
  • Weather
  • WhatsApp

Wie Sie prüfen, ob Ihr Telefon die Funktion unterstützt

Gehen Sie zu Einstellungen → Verbindungen → Satellit. Wenn der Abschnitt fehlt, wird Ihr Gerät oder Ihre Region noch nicht unterstützt. In den meisten Märkten ist der Satellitenmodus auf Samsung Galaxy S22 und neueren Modellen verfügbar; in einigen Ländern haben auch einzelne Geräte der Galaxy‑A‑Serie diese Funktion erhalten.

„Die Satellitenverbindung ermöglicht das Senden kritischer Nachrichten dort, wo kein Netz vorhanden ist, aber die Möglichkeiten hängen von Region und Betreibern ab“

— SamMobile, Fachpublikation

Partner und geografische Beschränkungen

Samsung realisiert diese Funktion über lokale Mobilfunkanbieter, die mit Satellitenprovidern zusammenarbeiten. Offiziellen Angaben zufolge sind dies in Europa MasOrange, Virgin Media O2 und Vodafone; in Japan NTT Docomo, KDDI, Rakuten Mobile und SoftBank; in Nordamerika AT&T, Verizon und T‑Mobile. Die Funktionalität unterscheidet sich je nach Land: in einigen Regionen sind Anrufe und Datentransfer möglich, in anderen nur Textnachrichten oder Notfallkommunikation.

Was das für die Ukraine bedeutet

Erstens ist es ein weiteres Werkzeug, um Kommunikation in schwer erreichbaren Gebieten und bei Ausfällen der Infrastruktur sicherzustellen. Zweitens stärkt die Verbreitung solcher Lösungen im Massenmarkt (Galaxy S22+) die Resilienz der Netze nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich — Hersteller und Betreiber sehen die Nachfrage nach Ausweichkanälen. Zur Erinnerung: Ende 2025 wurde in der Ukraine Starlink Direct to Cell für iPhone mit iOS 26.2 eingeführt — ein Zeichen dafür, dass der Markt Satellitendienste schnell in das mobile Ökosystem integriert.

Kurzfazit

Das ist keine Magie, sondern Ingenieursarbeit: ein Satellitenkanal im Smartphone erhöht die Chancen, in kritischen Situationen erreichbar zu bleiben. Die nächste Frage ist, wie schnell ukrainische Betreiber und Regulierungsbehörden Regeln und Infrastruktur anpassen, damit diese Option zu einer realen Reserve für Menschen und Dienste wird. Ob wir dafür technisch und rechtlich bereit sind — daran wird sich entscheiden, wie nützlich die Funktion im Alltag tatsächlich sein wird.

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