Warum der Schlag gegen das Werk in Kamenski-Schachtinskij gerade die "Smertsch" und "Tornado" trifft

Die getroffene Fabrik stellt festes Raketentreibstoff her – einen Bestandteil, der wegen der Sanktionen nicht schnell ersetzt oder importiert werden kann. Dies unterscheidet den Anschlag auf das "Kombinat Kamensky" von Angriffen auf gewöhnliche Raffinerien.

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Unter den nächtlichen Angriffen vom 16. August gibt es einen, der sich vom üblichen Beschuss von Ölraffinerien unterscheidet. Das „Kamenski-Kombinat" in der Region Rostow stellt nicht Treibstoff für zivile Zwecke oder sogar für die Luftfahrt her – sondern festes Raketentreibstoff, ohne das die Mehrfachraketenwerfersysteme „Uragan", „Smerch" und „Tornado-S" zu Metallschrott ohne Geschosse werden.

Der Unterschied zwischen Öl und Pulver

Ölraffinerien können teilweise ersetzt werden: Russland hat ein Dutzend großer Raffinerien, und der Leistungsverlust in einer wird durch Umverteilung der Last auf andere kompensiert, wenn auch mit Verlusten beim Durchsatz. Die Herstellung von festem Raketentreibstoff ist eine andere Geschichte: Dies ist eine hochspezialisierte Chemie mit einer begrenzten Anzahl von Herstellern im Land, komplexer Technologie und Abhängigkeit von Komponenten, von denen einige früher aus Ländern importiert wurden, die jetzt unter Sanktionen stehen.

Das heißt, ein Anschlag auf ein solches Unternehmen wird nicht so schnell durch Umverteilung der Kapazitäten „geheilt" wie ein Anschlag auf eine gewöhnliche Raffinerie.

Drei Ziele in einer Woche – kein Zufall

Der Generalstab bestätigte am selben Tag sowohl die Stillegung von „Zapsibneftekhim" in Tobolsk nach dem Anschlag vom 10. August als auch die Beschädigung von Rohölverarbeitungsanlagen bei „Orsknefteo­rgsintez" am 11. August. Zusammen mit dem Anschlag auf das Fortschritts-Raumfahrtzentrum in Samara am 15. August ergibt sich ein kohärentes Bild: In einer Woche wurden Unternehmen beschädigt, die mehrere Glieder der Kette auf einmal abdecken – Treibstoff für Flugzeuge und MLRS, Petrochemie für die Rüstungsindustrie, Raumfahrtprogramm.

Dies sind keine chaotischen Punktangriffer, sondern systematische Arbeit an Produktionsketten, bei denen jedes Glied schwer zu ersetzen ist.

Die Produktion des Unternehmens ist unmittelbar mit der Versorgung der Streitkräfte der Russischen Föderation verbunden

Die offene Frage bleibt: Kann Russland schnell alternative Kapazitäten für die Herstellung von festem Raketentreibstoff aufbauen, oder wird der Mangel an Munition für MLRS bereits im kommenden Herbst an der Front spürbar?

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