Drohnen statt Frontalangriff: Wie unbemannte Flugzeuge das erreichen, was ein Frontalsturm nicht kann

Einheiten des 337. Regiments der Russischen Föderation verlassen Positionen auf der Kinburn-Landzunge – allerdings nicht aufgrund von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte, sondern wegen eines Zusammenbruchs der Logistik. Ob sich der taktische Druck in eine Deokupation umwandelt, hängt von einem einzigen Faktor ab.

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Die Kinburn-Landzunge — 45 Kilometer Sand und Schutzwald zwischen dem Schwarzen Meer und der Dnipro-Bug-Lagune. Seit 2022 ist dies das einzige besetzte Stück des Gebiets Mykolajiw. Und ironischerweise ist genau ihre Geographie zur Falle für diejenigen geworden, die sie erobert haben.

Ein Weg — eine Verwundbarkeit

Die Versorgung der Besatzungstruppen auf der Landzunge verläuft praktisch über eine einzige Logistikader an Land. Das ist kein Geheimnis — und genau das machte sie zum idealen Ziel für ukrainische Drohnen. Nach Einschätzungen des Aufklärungsnetzwerks ATESH ist die Logistik auf diesem Abschnitt völlig zum Erliegen gekommen: Die Lieferung von Munition, Treibstoff und Lebensmitteln wurde eingestellt.

«Dies war kein frontaler Angriff, sondern eine umfassende Kampagne der Isolierung, logistischen Drosselung und gezielter Zerstörung».

ATESH — über die Strategie der ukrainischen Streitkräfte im Süden

Der Sprecher der Südverteidigungskräfte Wladislaw Woloshin bestätigte UNIAN: Die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte führen systematisch Drohnenanschläge auf den besetzten Teil dieses Abschnitts durch. Einheiten des 337. Regiments der RF verlassen nach Angaben von ATESH früher eingenommene Positionen im Norden und Westen der Landzunge — eine Umstaffierung fand kein einziges Mal statt.

Eine Parallele, die man sich merken sollte

Die Analogie zur Debesatzung des rechten Ufers der Region Cherson im Jahr 2022 ist kein Zufall. Damals griffen die ukrainischen Streitkräfte auch nicht frontal an: Sie zerstörten Brücken, Übergänge, Lager, Treibstoffkonvois. Die RF-Truppen verbrauchten nach und nach ihre Vorräte und wurden isoliert. Die Kinburn-Landzunge wiederholt das gleiche Modell — mit dem Unterschied, dass ein Rückzug von hier schwieriger ist: auf drei Seiten Wasser.

Warum es noch keinen «Rückzug» gibt

Der Pressesprecher der Militärverwaltung von Mykolajiw Dmytro Pletentschuk warnt vor vorschnellen Schlussfolgerungen. Es gibt keine Anzeichen für einen vollständigen Rückzug der russischen Truppen — derzeit wird eine wahrscheinliche Rotation beobachtet, kein Rückzug. Die Landzunge hat für die RF nicht nur taktische, sondern auch symbolische Bedeutung: Sie war sogar in Putins Verhandlungsvorschlägen als mögliche «Geste des guten Willens» enthalten.

Darüber hinaus erinnerte der Pressesprecher der Militärverwaltung an den Preis der Besatzung für das Territorium selbst: Die Wiederherstellung des Naturschutzgebietes nach der Befreiung wird Jahrzehnte dauern — Brände, Befestigungen und Verminung haben das einzigartige Ökosystem zerstört.

Die Debesatzung der Landzunge wird eine koordinierte Operation zu Land, Luft und Meer gleichzeitig erfordern — der logistische Druck ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung.

Wenn das Modell «Isolierung statt Sturm» genauso funktioniert wie am rechten Ufer der Region Cherson, könnte das Gebiet Mykolajiw die erste Region werden, die vollständig ohne großangelegte Offensive befreit wird. Aber das wird nur geschehen, wenn der Druck auf die einzige Logistikader unumkehrbar wird — und nicht nur schmerzhaft.

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Weltnachrichten

Geschäft

Das Büro zur Bekämpfung der Korruption (DBR) hat zwei Mitarbeiter der Behörde für wirtschaftliche Sicherheit (BEB) enthüllt, die „Lösungen" gegen Bestechungsgelder verkauften — einer handelte mit der Einstellung von Strafverfahren, der andere versprach Einfluss auf Lizenzentscheidungen. Eine Forderung nach einer Überprüfung aller Fälle der Behörde stieß auf ein rechtliches Paradoxon: Ein solcher Mechanismus existiert in der ukrainischen Gesetzgebung schlicht nicht.

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