Kiew in der Kälte: 1.500 Häuser ohne Heizung, 1.100 Mehrfamilienhäuser können nicht schnell wiederhergestellt werden

Nach den erneuten Angriffen bleibt ein Teil der Hauptstadt ohne Heizung. Wir erklären, warum einige Häuser derzeit nicht angeschlossen werden können, was die Reparaturbrigaden tun und was das für die Bewohner bedeutet.

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Während die Reparaturbrigaden arbeiten — Hunderte Familien warten auf Wärme

In Kiew sind derzeit rund 1.500 Wohngebäude ohne Heizung. Davon können etwa 1.100 Mehrfamilienhäuser in den Bezirken Dniprovskiy und Darnytskyj vorübergehend kein Wärmeversorgung erhalten, weil ein für die Lieferung des Wärmeträgers verantwortliches Infrastrukturobjekt kritisch beschädigt wurde, teilte KMVA-Sprecherin Kateryna Pop im Telemarathon mit (Quelle: UNN/KMVA).

Warum die Zahlen verwirrend wirken

Der städtische Energiestab unterscheidet mehrere Kategorien von Ausfällen: Nach den nächtlichen Angriffen gab es etwa 2.600 Anträge auf Wiederherstellung, ein Teil davon wurde bereits wieder angeschlossen — „Stand Morgen blieben etwa 400 Gebäude ohne Wärmeversorgung“, sagte Pop. Separat stehen jene Mehrfamilienhäuser, bei denen unmittelbar das Heizwerk oder die Fernwärmehauptleitung beschädigt ist — diese lassen sich technisch nicht anschließen, bis das kritische Infrastrukturobjekt wiederhergestellt ist.

"Stand 9 Uhr morgens von 2600 Gebäuden ohne Wärmeversorgung blieben 400 Gebäude. Aber 1100 Mehrfamilienhäuser in den Bezirken Dniprovskiy und Darnytskyj sind nach den vergangenen Beschuss ebenfalls ohne Wärme — dort ist es aufgrund kritischer Schäden an dem Objekt, das den Wärmeträger bereitstellte, derzeit unmöglich, Wärme zu liefern"

— Kateryna Pop, Sprecherin der KMVA (Zitat aus der Sendung, UNN)

Was Behörden und Reparaturbrigaden tun

Nach Angaben der Stadt arbeiten mehr als 200 Reparaturbrigaden an der Wiederherstellung der Wärmeversorgung. Ein Teil der Gebäude erhielt für längere Zeit Strom, damit die Bewohner in den Spitzenlastzeiten — morgens und abends — alternative Heizmöglichkeiten nutzen können. Darüber hinaus gibt es lokale Schäden in Wohnungen und Treppenhäusern: Zusätzlich haben etwa 200–300 Gebäude interne Schäden, die ebenfalls behoben werden müssen.

Kontext und Folgen

Bürgermeister Vitali Klitschko hatte zuvor mitgeteilt, dass nach den Angriffen am 12. Februar rund 3.700 Gebäude ohne Wärme gewesen seien — die Zahlen schwankten je nach Zeitpunkt und Umfang der Wiederherstellungsarbeiten. Das Hauptproblem ist derzeit nicht allein die Anzahl der abgeschalteten Gebäude, sondern die Beschädigung kritischer Anlagen (insbesondere der Wärmenetze und Heizkraftwerke), von denen die Versorgung ganzer Wohnviertel abhängt.

Was Kiewer wissen sollten

Erstens: Die Einsatzdienste arbeiten — Brigaden reparieren Netze, koordinieren die Stromversorgung und stellen Notlösungen bereit. Zweitens: In manchen Abschnitten der Wärmeversorgung ist ein Anschluss technisch unmöglich; die Wiederherstellung erfordert Zeit und Material. Drittens: Die Bewohner sollten sich auf kalte Nächte vorbereiten, alternative Wärmequellen bereithalten und lokale Schäden über die offiziellen Kanäle der Stadt melden.

Das erinnert daran, dass der Krieg nicht nur das Frontgeschehen trifft, sondern auch die kritische Infrastruktur, die die grundlegenden Bedürfnisse der Stadt sichert. Die Wiederherstellung der Wärme ist inzwischen nicht nur eine technische Frage, sondern auch eine Frage der Geschwindigkeit der Koordination von Ressourcen und des Schutzes von Energieanlagen. Ob Zeit und Mittel ausreichen, um vor dem Beginn der kälteren Periode wieder einen normalen Betrieb herzustellen, hängt vom Tempo der Reparaturen und der Sicherheit der Arbeiten vor Ort ab.

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