Musk blockiert Starlink für Anschläge auf russische Raketenwerfer — die Ukraine schlägt auf Raffinerien und Rüstungsbetriebe mit eigenen Mitteln zurück

Elon Musk lehnt Ukraines Bitte ab, Starlink für Anschläge auf russische Raketenstellungen zu nutzen, mit Verweis auf Eskalationsrisiken. Unterdessen setzt die Ukraine ihre Fernkampagne fort: Über 100 strategische russische Objekte wurden in 40 Tagen zerstört.

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Elon Musk erlaubte der Ukraine nicht, Starlink zur Zielerfassung bei Angriffen auf russische Ballistische-Raketen-Startanlagen zu nutzen. Die Entscheidung erschwert die Jagd auf mobile Ziele im russischen Hinterland, stoppt aber nicht die ukrainische Kampagne von Fernschlägen mit eigenen Mitteln, schreibt UNN unter Berufung auf The Atlantic.

Dem Bericht zufolge forderte Präsident Wolodymyr Zelensky den US-Präsidenten Donald Trump auf, sich in dieser Frage an Musk zu wenden. Es geht um einen grundlegend anderen Ansatz im Kampf gegen Ballistische Raketen: nicht die Rakete in der Luft abzufangen, sondern die Startanlage selbst vor dem Start zu treffen.

Die Logik des „Bogenschützen statt des Pfeils"

Denis Shtilerman, Mitbegründer und Chefkonstrukteur von Fire Point, erklärte zuvor, dass die Integration von Starlink in Fernschlag-Systeme eine effektivere Bekämpfung von mobilen Zielen im russischen Hinterland ermöglicht hätte.

„Anstatt Pfeile abzuschießen, würden wir die Bogenschützen treffen", erklärte Shtilerman.

Ballistische-Raketen-Startanlagen sind mobile Ziele, die ständig ihre Position wechseln. Ohne Satellitenkommunikation in Echtzeit wird ihre Erkennung und Bekämpfung erheblich erschwert.

Musks Argumentation

Dem Bericht von The Atlantic zufolge ist der Milliardär der Ansicht, dass die Nutzung von Starlink für Angriffe in die Tiefe des russischen Territoriums eine weitere Eskalation des Krieges provozieren könnte. Während der Diskussionen wiederholte er wiederholt die These über die Notwendigkeit eines Abkommens.

„Elon sagt ständig, dass es Zeit ist, einen Deal abzuschließen", zitiert The Atlantic einen Gesprächspartner.

Was im Arsenal bleibt

Musks Ablehnung bedeutet nicht die Einstellung der ukrainischen Kampagne von Fernschlägen. Ihr Ziel ist es, Russland seiner militärischen und wirtschaftlichen Ressourcen zur Fortsetzung des Krieges zu berauben und den Kreml in eine Position zu bringen, in der Verhandlungen das einzige realistische Szenario darstellen.

  • Über 100 strategische Objekte in den letzten 40 Tagen zerstört
  • Unter Beschuss — Betriebe der Rüstungsindustrie, Militärflugplätze, Raffinerien, Flugabwehrausrüstung, Logistikknotenpunkte, Munitionslager, Schiffe und Tanker der „Schattenflotte"
  • Über 42% der geplanten Ölraffinerie-Kapazitäten in Russland außer Betrieb genommen
  • Gesamtverluste der Branche werden auf 13,5 Milliarden Dollar geschätzt

Somit bleibt die fehlende Starlink-Verfügbarkeit zur Jagd auf Startanlagen ein ungelöstes Problem auf taktischer Ebene. Sie blockiert aber nicht die strategische Richtung — die Zerstörung von Ölraffinerien, Rüstungsindustrie und Logistik, die im Einzugsbereich der ukrainischen Fernkampfwaffen bleiben.

Die Frage ist, ob die Anhäufung von wirtschaftlichem Druck auf Russland die Abwesenheit eines präziseren Instruments gegen die Ballistik selbst kompensiert — oder ob die Ukraine alternative Lenksysteme für diese spezifische Aufgabe suchen muss.

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