Abgeschossene Rakete stürzt neben Wohnhaus in Darnytskyj ab: Sprengstoff von Pyrotechnikern entfernt

In der Nacht zum 28. Juni fielen Trümmer einer abgeschossenen Iskander-Rakete im Darnyzkyi-Bezirk Kiews neben einem Wohnhaus ein – Bewohner wurden evakuiert, zwei Menschen wurden verletzt. Die abgeschossene Rakete bleibt auch nach dem Abschuss gefährlich.

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In der Nacht des 28. Juni griff Russland Kiew mit ballistischen Raketen vom Typ „Iskander-M" und Antischiffraketen „Zirkon/Onyks" an. Die Luftabwehrkräfte fingen sechs ballistische und eine Antischiffrakete ab, doch die Trümmer der abgeschossenen Ziele fielen im Stadtteil Darnyzkyj herab – und genau diese verursachten die Hauptfolgen.

Sprengkopf in der Erde neben einem Hochhaus

Nach Angaben des DSNS und der Nationalpolizei fiel der Sprengkopf einer abgeschossenen Rakete direkt neben einem Wohngebäude ein. Die Bewohner wurden unverzüglich evakuiert, ein Sprengstoffräumdienst des DSNS zusammen mit dem Sprengstoffabbaudienst der Polizei buddelten das Geschoss aus der Erde aus und transportierten es auf einen Sprengplatz zur Vernichtung. Dies ist ein Szenario, über das selten gesprochen wird: Selbst eine abgeschossene ballistische Rakete hinterlässt einen aktiven Sprengkopf, der detonieren kann.

Ein Garagenbox und Fahrzeuge im Freien waren in Brand geraten, mit einer Gesamtfläche von 300 qm. An einer anderen Adresse wurde ein Sprengstoffräumdienst des DSNS eingesetzt.

— DSNS der Ukraine

Was brannte und wie viele Menschen wurden verletzt

Der Leiter der Kiewer Militärverwaltung Timur Tkachenko berichtete zunächst von einem Verletzten, präzisierte dies aber später – zwei Menschen wurden verletzt. An mehreren Adressen in Darnyzkyj entstanden Brände:

  • Garagenbox und Fahrzeuge im Freien – Brandbereich 300 qm;
  • Autowerkstatt;
  • unbenutztes Gebäude.

Über 100 Rettungskräfte und 23 Fahrzeuge wurden zur Bekämpfung der Folgen eingesetzt. Bei Abschluss der Arbeiten waren alle Brandherde gelöscht.

Kontext: dritter Angriff auf Kiew in zwei Wochen

Der Angriff vom 28. Juni war bereits der dritte auf Kiew in den letzten zwei Wochen: Am 15. Juni erlitt die Stadt einen massiven Angriff mit fast 700 Waffensystemen, am 25. Juni erneut ballistische Raketen. Die Luftstreitkräfte bestätigten, dass Russland diesmal zwei „Zirkon/Onyks"-Raketen aus der Region Kursk und sechs „Iskander-M/S-400" aus der Region Brjansk sowie 142 Drohnen abfeuerte.

Die praktische Frage, die dieser Angriff aufwirft: Wenn eine abgeschossene ballistische Rakete einen aktiven Sprengkopf in bewohnter Umgebung hinterlässt, sind die bestehenden Evakuierungsprotokolle ausreichend – und schaffen es die Rettungskräfte, zu handeln, bevor die Bewohner nach Ende der Luftalarmwarnung nach Hause zurückkehren?

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