Ölexport über das KTK-Terminal in Noworossijsk wieder aufgenommen

Trotz der Zerstörung eines von drei Außenanlegern wurden die Verladungen über das KTK-Terminal in Noworossijsk über einen anderen Anleger fortgesetzt; Experteneinschätzungen deuten auf eine Reduzierung der Liefermengen hin; Kasachstan hat einen diplomatischen Protest eingelegt.

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Der Export von Öl über das Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (KTK) in Noworossijsk setzte sich trotz der Zerstörung eines der Offshore-Liegeplätze fort, teilte das Unternehmen Chevron, Anteilseigner des KTK, mit.

Betrieb des Terminals

Das KTK pumpt Öl von Lagerstätten im Westen Kasachstans — Tengiz, Kashagan und Karachaganak — sowie von russischen Feldern auf dem kaspischen Schelf. Einer der Offshore-Liegeplätze, VPU-2, wurde von einem unbemannten Boot zerstört, woraufhin sein Betrieb eingestellt wurde.

Wegen des Ausfalls von VPU-2 wurden die Operationen teilweise wieder aufgenommen; Verladungen erfolgen nun über VPU-1.

Auswirkungen auf den Export

Normalerweise sind an dem Terminal zwei Offshore-Liegeplätze in Betrieb, während der dritte als Reserve dient. Derzeit befindet sich VPU-3 seit dem 12. November in Reparatur, die bis zu zwei Monate dauern könnte.

Die Analysefirma Energy Aspects stellte fest, dass der Export über das KTK etwa halbiert wurde; in dem Bericht heißt es außerdem, dass Satellitenaufnahmen ein vor VPU-1 angelegtes Schiff zeigen.

Reaktion Kasachstans

Am 30. November äußerte das Außenministerium Kasachstans Protest wegen des Angriffs auf das KTK-Terminal und bewertete den Vorfall als Schaden für die bilateralen Beziehungen zwischen Kasachstan und der Ukraine.

„Eine Handlung, die den bilateralen Beziehungen der Republik Kasachstan und der Ukraine Schaden zufügt“

– Außenministerium Kasachstans

Als Antwort erklärte ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Kiew habe die Besorgnis des Partners zur Kenntnis genommen.

„Hat die Besorgnis zur Kenntnis genommen“

– Sprecher des Außenministeriums
  • In der Nacht zum 29. November trafen Drohnen in der russischen Region Krasnodar eine weitere Ölanlage — die Afipskij-Raffinerie.
  • Am 28. November gerieten im Schwarzen Meer zwei Tanker der „Schattenflotte“ — Kairos und Virat — in Brand.

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