EPL9T-011 kehrt auf die Schienen zurück: modernisierter Elektrotriebzug wird in der Kiewer Agglomeration verkehren

Am Vorabend des Neujahrs hat die Ukrzaliznytsia den ЕПЛ9Т‑011 nach einer Generalüberholung wieder in Betrieb genommen — der 13. modernisierte Zug im Jahr 2025. Wir erklären, warum das für Mobilität, Inklusion und den Wiederaufbau der Infrastruktur nach dem Angriff auf Fastiv wichtig ist.

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Was passiert ist

Ukrzaliznytsia hat kurz vor dem Neujahr den Elektrozug ЕПЛ9Т‑011 nach einer Hauptüberholung wieder in Betrieb genommen, teilte die Pressestelle des Unternehmens mit. Er wird der 13. modernisierte Zug im Jahr 2025 sein und im Raum Kiew verkehren — in den Richtungen Teterew, Nischyn und Hrebinka.

„Mitarbeiter des КЕВРЗ haben den Elektrozug in ein modernes, bequemes Verkehrsmittel für alle verwandelt“

— Pressestelle „Ukrzaliznytsia“

Kurze technische und historische Fakten

Der Zug wurde im Dezember 2004 von einem Luhansker Lokomotivbauwerk gefertigt, bestand aus acht Wagen und wurde nach der Übergabe im Vorortverkehr eingesetzt; er war dem Depot RПЧ‑8 in Fastiv zugeordnet. Im Jahr 2024 stand er noch im Bestand dieses Depots, war vor der Modernisierung beim КЕВРЗ jedoch nicht betriebsfähig.

Was genau erneuert wurde

Während der Hauptüberholung erhielt der Zug eine Reihe praktischer Neuerungen: Rampenzugang und Plätze für Menschen mit Behinderungen mit Schildern in Brailleschrift, Bereiche zur Befestigung von Fahrrädern, Wickeltische in den Kopfwagen sowie Tische mit Type‑C‑ und USB‑Anschlüssen zum Laden von Geräten. Diese Änderungen machen Vorortfahrten für eine breite Palette von Fahrgästen — von Eltern mit Kindern bis zu mobilitätseingeschränkten Personen — komfortabler.

„Епл9т‑011 — ein legendärer Wagen“

— @kyiv_urban_rail_2009_02, Community der Eisenbahnspotter

Kontext: Wiederaufbau nach Angriffen auf die Infrastruktur

Seit Beginn der umfassenden Invasion hat Ukrzaliznytsia 49 Elektrozüge grundlegend modernisiert. Das ist nicht nur eine Zahl: Jeder wiederhergestellte Zug bedeutet wiederhergestellte Mobilität für Menschen, um zur Arbeit, zu Behandlungen oder zur Ausbildung zu gelangen. So zerstörte Russland etwa beim Angriff auf Fastiv in der Nacht zum 6. Dezember 2025 das Depot für Vorortzüge und 27 Wagen; der Bahnhof in Fastiv wurde ebenfalls beschädigt und gilt Berichten zufolge als nicht reparabel. In einem solchen Kontext hat die Rückkehr auch nur eines Zuges in den Betrieb sowohl praktische als auch symbolische Bedeutung.

Was das für Fahrgäste und den Staat bedeutet

Für Fahrgäste bedeutet es zugänglichere und komfortablere Fahrten innerhalb der Agglomeration. Für den Staat ist es ein Indikator industrieller Widerstandsfähigkeit: Eigene Reparaturkapazitäten (КЕВРЗ) sind in der Lage, rollendes Material wiederherzustellen, selbst wenn Teile der Infrastruktur zerstört sind. Experten und Eisenbahn‑Communities weisen bereits darauf hin: Solche Beispiele helfen, die Betriebsbereitschaft des Verkehrs zu erhalten und stützen die wirtschaftliche Aktivität der Regionen, die an den Hauptstadtknoten angeschlossen sind.

Die nunige Aufgabe ist, das Tempo der Modernisierungen beizubehalten und eine regelmäßige Wartung der Strecken sicherzustellen, damit solche Rückkehrer auf die Schiene zu einer systematischen Antwort auf Infrastrukturverluste werden und nicht nur zu einzelnen Symbolen der Wiederherstellung.

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