Das Kabinett gewährte Kiew 4 Milliarden für den Winter — mit Frist bis zum 10. Mai

Während die Regierung die Finanzierung der Vorbereitung der Hauptstadt auf die Heizungssaison erhöht, kritisierte Kuleba öffentlich das Tempo von Klitschko und versprach, die "Verwaltungsfähigkeiten" der Stadtbehörden nach dem 10. Mai zu "bewerten".

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Дарницька ТЕЦ (Фото: EPA)

Die Regierung hat Kiew zusätzliche 2 Milliarden Griwnja für die Wintervorbereitung bereitgestellt – zusätzlich zu den knapp 2 Milliarden, die zuvor verteilt wurden. Die Gesamtsumme der staatlichen Finanzierung für die Hauptstadt in den Monaten April und Mai erreichte fast 4 Milliarden Griwnja. Aber in dieser Geschichte ist Geld nicht das Wichtigste.

Wohin das Geld fließt und wofür

Nach Angaben von Vizepremierminister Alexej Kuleba ist die Finanzierungsstruktur wie folgt: 987 Millionen Griwnja für dringende Schutzmaßnahmen, weitere 967 Millionen Griwnja als Anzahlung für die Ausrüstung der verteilten Wärmeerzeugung. Die neuen 2 Milliarden Griwnja sind auf zwei Bereiche verteilt: 1,2 Milliarden Griwnja für den ingenieurtechnischen Schutz von Objekten der kritischen Infrastruktur, der Rest 800 Millionen Griwnja für Reserve-Wärmequellen im Versorgungsgebiet der beiden Kiewer Wärmekraftwerke.

Premierministerin Julia Swiridenko legte bei der Ankündigung der Entscheidung sofort fest, wer verantwortlich ist: Das Geld wurde bereitgestellt, aber die qualitative und rechtzeitige Vorbereitung liegt in der Verantwortung der Stadtregierung.

„Die zusätzliche finanzielle Ressource für die Hauptstadt sollte dazu dienen, Menschen vor Heizungsausfällen im Winter zu schützen."

Julia Swiridenko, Premierministerin der Ukraine

Konflikt im Hintergrund

Die öffentliche Rhetorik ist nicht einfach nur Druck auf die Ausführenden. Sie ist Teil eines anhaltenden Konflikts zwischen dem Kabinett und Klitschko. Kuleba erklärte, dass das Vorbereitungstempo Kiews „weder dem Ausmaß der Bedrohungen noch dem Umfang der staatlichen Finanzierung entspricht" und gab Kiew bis zum 10. Mai Zeit, um Zeitpläne vorzulegen und Verträge abzuschließen. Nach diesem Datum versprach er, die „Managementfähigkeiten" der Kiewer Stadtverwaltungsleitung zu bewerten.

Klitschko antwortete: Das Geld reicht ohnehin nicht aus. Nach seinen Berechnungen werden allein für die Reparatur des Wärmekraftwerks 5 und die Schaffung eines Reserve-Wärmeversorgungssystems etwa 9 Milliarden Griwnja benötigt, und die Stadt kann weitere 3 Milliarden Griwnja immer noch nicht finden. Darüber hinaus warf der Bürgermeister dem Entwicklungsministerium öffentlich vor, zunächst versprochen zu haben, bei der Suche von Unternehmern für das Wärmekraftwerk 5 zu helfen, dann aber erklärt zu haben, dass dies die Verantwortung der Stadt ist.

Es gibt auch konzeptionelle Unterschiede: Das Kabinett setzt auf dezentralisierte Wärmeversorgung – mobile Heizwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die Stadtverwaltung ist der Ansicht, dass die Stadt ohne grundlegende Reparatur der Wärmekraftwerke die Heizperiode einfach nicht beginnen kann, und dass Dezentralisierung nur eine redundante Option ist.

Was bereits getan wurde und was fehlt

  • Das Kabinett stellte durch eine separate Entscheidung 3 Milliarden Griwnja für die Installation von 216 modularen Heizwerken im ganzen Land bereit.
  • Die „Resilienzpläne" für alle Regionen und Regionalzentren wurden vom Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat am 3. März genehmigt – Kiew wurde später als die übrigen in die Liste aufgenommen.
  • Der Kiewer Stadtrat forderte zuvor 15 Milliarden Griwnja aus dem Staatshaushalt – die Regierung stellte weniger als ein Drittel der geforderten Summe bereit.

Mobile Heizwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen können die Leistung zweier Wärmekraftwerke physisch nicht ersetzen, wenn diese zur Reparatur abgeschaltet oder erneut angegriffen werden. Dies ist nicht die Meinung der Stadtverwaltung – es ist technische Realität, die von keiner der Seiten öffentlich bestritten wird.

Wenn Kiew bis zum 10. Mai dem Kabinett unterzeichnete Verträge und Arbeitspläne nicht vorlegt – wird die Regierung dies dann als Grund für einen Wechsel der Leitung der Kiewer Stadtverwaltung nutzen, oder wird sie sich auf eine weitere öffentliche Verwarnung beschränken?

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