Das Kabinett hat einen einheitlichen Standard zur Bewertung von Investitionsprojekten eingeführt — wie das die Kontrolle der Staatsausgaben stärkt

Das Ministerkabinett hat Regeln zur Überprüfung der Wirksamkeit öffentlicher Investitionen nach Abschluss der Arbeiten gebilligt. Es ist der erste einheitliche Mechanismus in der Ukraine – und er verändert den Ansatz in Bezug auf Transparenz, Haushaltsplanung und das Vertrauen der Geber.

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Was beschlossen wurde

Das Kabinett der Minister hat ein neues Verfahren zur Bewertung der Ergebniswirksamkeit öffentlicher Investitionen nach deren Abschluss beschlossen. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft führt das Dokument eine einheitliche Form des offiziellen Schlussberichts, klare Fristen für Prüfungen und die Aufteilung der Verantwortung zwischen Auftraggeber, Auftragnehmer und Kontrollbehörden ein.

Was genau geprüft wird

Die Bewertung geht über rein finanzielle Berichte hinaus: Es werden der wirtschaftliche Nutzen, der soziale Effekt und der Einfluss auf die Umwelt analysiert. So kann der Staat erwartete Kennzahlen mit realen Ergebnissen vergleichen und systematisch Lehren bei der Vorbereitung neuer Projekte berücksichtigen.

"Das neue Verfahren wird es ermöglichen, einen einheitlichen Standard für den Nachweis der Wirksamkeit von Investitionen zu schaffen — von Finanzen bis hin zur sozialen Wirkung."

— Ministerium für Wirtschaft

Warum das jetzt wichtig ist

Die Entscheidung fiel nach dem Abschluss mehrerer groß angelegter Projekte im Jahr 2025, bei denen das Fehlen eines einheitlichen Ansatzes die Bewertung der Ergebnisse erschwerte. Das neue Verfahren ermöglicht es nicht nur, den Bürgern zu zeigen, wohin das Geld geflossen ist, sondern auch das Vertrauen internationaler Partner und Investoren zu stärken.

Als Beispiel für einen sozialen Nachweis: Am 22. Januar hat der erste spezialisierte Infrastruktur-Fonds für die Ukraine €200 Mio. mobilisiert. Die Standardisierung der Bewertung macht solche Investitionen für Partner verständlicher und weniger risikoreich.

Folgen für Haushalt und Verwaltung

Für den Staat bedeutet das bessere Informationen für die Haushaltsplanung: Erfolge und Fehler von Projekten werden formalisiert und können direkten Einfluss auf Prioritäten bei der Finanzierung haben. Für die Öffentlichkeit bedeutet es erhöhte Transparenz und Zugang zu den Ergebnissen.

Wie es weitergeht

Jetzt kommt es auf die Disziplin bei der Umsetzung an: Ob transparente Berichte rechtzeitig erscheinen, wie qualitativ sie von den Ausführenden erstellt werden und ob die Schlussfolgerungen bei der Aufstellung künftiger Haushalte genutzt werden. Das ist ein Test für die Fähigkeit staatlicher Institutionen, Regeln in reale Ergebnisse zu verwandeln.

Frage an die Leser: Wird die Standardisierung das messen können, was für die Gemeinschaft wichtig ist — nicht nur Zahlen in Berichten, sondern echte Veränderungen im Leben der Menschen?

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