Was passiert ist
Der Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass nach dem massiven Beschuss am 12. Februar in Kiew die Wärmeversorgung in 2.600 Wohngebäuden wiederhergestellt worden sei, die zuvor ohne Heizung geblieben waren. Gleichzeitig sind mehr als 1.100 Häuser in den Bezirken Darnyzkyj und Dniprovskyj weiterhin nicht angeschlossen, aufgrund erheblicher Schäden am Heizkraftwerk Darnytska.
"Die städtischen Versorgungsdienste arbeiten weiterhin in anderen Gebäuden, in denen Störungen auftreten, und reparieren dort die Heizungssysteme"
— Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew
Warum ein Teil der Häuser ohne Wärme bleibt
Der Grund ist einfach und technisch: Das zentrale System Kiews wurde für große Heizkraftwerke ausgelegt, und eine Umstellung auf lokale Quellen oder auf Kraft-Wärme-Kopplung ist keine schnelle Lösung. Das Heizkraftwerk Darnytska-4 wurde durch einen Angriff am 3. Februar schwer beschädigt; nach Einschätzung der Stadtverwaltung werden zur Behebung dieser Schäden mindestens zwei Monate benötigt. Bis zur Wiederaufnahme des Betriebs des Kraftwerks werden Teile des Netzes nicht für Anschlüsse zur Verfügung stehen.
"Das Heizkraftwerk Darnytska-4 hat infolge des Angriffs kritische Schäden erlitten — deren Behebung wird mindestens zwei Monate dauern"
— Vitali Klitschko, 5. Februar
Kontext und Folgen
In der Ukraine gilt seit dem 14. Januar eine außerordentliche Lage im Energiesektor wegen der großflächigen Beschüsse und eines Kälteeinbruchs. Für die Einwohner Kiews bedeutet das nicht nur vorübergehenden Unmut: Kälte und Heizungsausfälle erhöhen die Risiken für ältere Menschen und Familien mit Kindern und erschweren den Betrieb kritischer Infrastruktur sowie medizinischer Einrichtungen.
Was getan wird und was zu erwarten ist
Die Stadt konzentriert ihre Ressourcen auf die Wiederherstellung der Netze und die Behebung von Störfällen. Experten betonen, dass die Rekonstruktion des Heizkraftwerks und die Modernisierung des Systems Zeit und Investitionen benötigen — es geht dabei nicht nur um Reparaturen, sondern auch um die langfristige energetische Widerstandsfähigkeit der Stadt. Bis zur vollständigen Wiederinbetriebnahme des Heizkraftwerks Darnytska werden die Bewohner gebeten, sich auf vorübergehende Einschränkungen einzustellen und die verfügbaren lokalen Aufwärmstellen zu nutzen.
Fazit: Die Wiederherstellung der Wärme in 2.600 Wohngebäuden ist das Ergebnis koordinierter Arbeit der kommunalen Dienste. Allerdings bleiben mehr als 1.100 Familien aufgrund der schweren Schäden am Heizkraftwerk Darnytska gefährdet; wie schnell der normale Heizbetrieb in diesen Bezirken wiederhergestellt wird, hängt von den Reparaturzeiten des Kraftwerks ab.