Kyivpastrans startet eine neue Modernisierungswelle: 16 Trolleybusse für 306 Mio. Hrywnja — was sich für die Fahrgäste ändert

Kiew hat die Ausschreibung zum Kauf von 16 niederflurigen Trolleybussen in Höhe von 306,34 Mio. Hrywnja (UAH) bekanntgegeben — günstiger als die vorherige Ausschreibung. Wir erklären, warum das für die Sicherheit, die Taktzeiten und die Budgeteffizienz wichtig ist.

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Über den Einkauf

Das kommunale Unternehmen Київпастранс hat Pläne bekanntgegeben, 16 neue niederflurige Trolleybusse zu kaufen, mit einem erwarteten Auftragswert von 306,34 Mio. UAH (etwa 19,1 Mio. UAH pro Fahrzeug). Die Fahrzeuge sollen bis zum 1. Dezember 2026 geliefert werden. In einer Pressemitteilung der Kiewer Stadtverwaltung (KMDA) wird die Erneuerung mit dem Ziel begründet, die Sicherheit des Personenverkehrs zu erhöhen, den Netzbetrieb zu stabilisieren und die Fahrabstände zu verkürzen.

„Die Erneuerung des Fahrzeugparks wurde mit der Notwendigkeit erklärt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, einen stabilen Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs zu gewährleisten und die Fahrintervalle auf den Linien zu verkürzen.“

— Pressestelle der Kiewer Stadtverwaltung

Warum sich der Preis änderte

Im September 2025 hatte die Stadt eine andere Ausschreibung angekündigt — für 40 Trolleybusse zu rund 1 Mrd. UAH (mehr als 25 Mio. UAH pro Fahrzeug), die später wegen der Notwendigkeit, die technischen Anforderungen zu ändern, storniert wurde. Das Fachmedium «Пасажирський транспорт» wies darauf hin, dass der Ausgangspreis der vorherigen Ausschreibung ungefähr 20–25 % höher lag als die durchschnittlichen Beschaffungen ähnlicher Trolleybusse in anderen Städten der Ukraine.

„Die Startkosten der Trolleybusse in der Kiewer Ausschreibung lagen unter Berücksichtigung der Kernanforderungen etwa 20–25 % über dem Durchschnitt der Beschaffungen der letzten Jahre.“

— 'Пасажирський транспорт', Fachmedium

Was Fahrgäste und die Stadt bekommen

Es handelt sich um Trolleybusse mit einer Länge von über 11,9 m und einer Gesamtkapazität von etwa 100 Personen (34 Sitzplätze). Im Fahrgastraum sind Plätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Raum für Kinderwagen und Rollstühle sowie eine Rampe vorgesehen. Das Fahrzeug muss über Heiz- und Klimaanlagen, getönte Fenster, LED-Beleuchtung, Außen- und Innenanzeigen, eine automatische Fahrtunterbrechung bei geöffneten Türen, ein Fahrgastinformationssystem sowie einen Einbauplatz für einen GPS-Tracker und die Ausstattung für automatisierte Fahrkartenbezahlung verfügen.

Diese Merkmale sind keine Kleinigkeiten: Moderne Trolleybusse erhöhen die Betriebsqualität auf den Linien und den Komfort für Menschen mit Behinderungen, was sich direkt auf die Mobilität der Stadt in Krisenzeiten auswirkt.

Kontext und Folgen

Derzeit sind täglich etwa 250 Trolleybusse in Kiew im Einsatz, überwiegend gelenkige Fahrzeuge des Typs „Богдан‑Т901“ (142 Einheiten) und „Богдан‑Т701“ (115 Fahrzeuge). Die Beschaffung von 16 neuen Einheiten wird die Flotte nicht revolutionieren, stellt jedoch einen wichtigen Schritt ihrer Modernisierung dar: Neue Fahrzeuge bedeuten eine spürbare Verbesserung der Barrierefreiheit und Zuverlässigkeit des Netzes.

Die entscheidende Frage ist, ob die Stadt das Gleichgewicht zwischen Preis und Ausstattungsanforderungen wahren kann und einen transparenten sowie wettbewerblichen Auswahlprozess des Lieferanten sicherstellt. Eine effiziente Beschaffung heute ist nicht nur eine Kostenersparnis, sondern auch eine Investition in die tägliche Sicherheit und den Komfort von Millionen Kiewern.

Kurzfazit: Ein geringerer Betrag für den neuen Vertrag bedeutet nicht zwangsläufig einen Qualitätskompromiss – um das zu bestätigen, sind Transparenz des Ausschreibungsverfahrens und Kontrolle der technischen Spezifikationen bei der Abnahme erforderlich.

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