Stromausfälle haben das Risiko von Verkehrsunfällen mit Fußgängern erhöht — was Polizei und Städte tun

Seit den massiven Blackouts am 15. Oktober ist die Zahl der Unfälle mit verletzten Fußgängern gestiegen — wir beleuchten die Zahlen, die Ursachen und die praktischen Schritte, die Sicherheitsdienste bereits ergreifen.

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Was passiert ist

Die Polizei verzeichnet einen Anstieg der Unfallhäufigkeit während massiver Stromausfälle, und das trifft die Sicherheit von Fußgängern deutlich. Im Zeitraum vom 15. Oktober bis Ende 2025 wurden 2168 Verkehrsunfälle mit verletzten oder getöteten Fußgängern registriert — um 6,5 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verletzten in diesen Unfällen stieg um 7,5 %, und die Gesamtzahl der Unfälle mit Verletzten nahm um 3–3,5 % zu.

"Stromabschaltungen wirken sich direkt auf die Sicherheit von Fußgängern und den Betrieb von Ampeln aus: im Dunkeln sinkt die Sichtbarkeit drastisch und das Risiko von Fehlern sowohl bei Fahrern als auch bei Fußgängern steigt."

— Oleksii Biloshytskyj, Erster Stellvertreter des Leiters der Abteilung der Patrouillenpolizei

Wer am stärksten gefährdet ist

Am verletzlichsten sind Fußgänger an Kreuzungen und an Stellen mit unzureichender Straßenbeleuchtung. Auch bei Fahrern treten Fehler auf: das Ausbleiben von Signalen zwingt zu Entscheidungen bei begrenzter Informationslage, was die Wahrscheinlichkeit von Überfahrungen und Zusammenstößen erhöht.

Wie Polizei und lokale Behörden reagieren

Die Nationalpolizei hat über 550 kritische Kreuzungen identifiziert, an denen der Verkehr manuell von speziell ausgebildeten Verkehrsregelkräften gesteuert wird. Zudem wurden in mehreren Städten Tests zum autonomen Betrieb von Ampeln durchgeführt, und einige Städte, etwa Lwiw, stellten Straßenbahnen kurzfristig auf Busse um, um die Risiken während Blackouts zu verringern.

Warum das jetzt wichtig ist

Notabschaltungen traten nach massiven Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der zweiten Oktoberdekade 2025 wieder auf und betrafen sogar westliche Regionen. Das bedeutet, dass das Problem systemischen Charakter hat: die Verkehrssicherheit hängt jetzt nicht nur von Regeln und Infrastruktur ab, sondern auch von der Widerstandsfähigkeit des Energiesystems.

Kurz: Was zu erwarten ist

Experten weisen darauf hin: Ohne Investitionen in Reserve-Stromquellen für wichtige Kreuzungen, in die Beleuchtung von Fußgängerbereichen und in eine verstärkte Verkehrssteuerung bleiben die Risiken bestehen. Bis dahin sind manuelle Regelung und die Anpassung von Verkehrswegen praktische Instrumente zur Verringerung der Gefahren.

Fazit

Stromausfälle haben die Risiken auf den Straßen bereits erhöht. Auf Gemeinde- und Staatsebene stellt sich die Frage, ob Reserve-Stromquellen und die Modernisierung der Ampelnetze zu Prioritäten in Haushalts- und Strategieentscheidungen werden. Es ist eine Sicherheitsfrage, die die täglichen Wege jedes Ukrainers betrifft.

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