Was beschlossen wurde
Das Kabinett der Minister hat 1 Mrd. UAH für den Bau von Schutzräumen in Einrichtungen der vorschulischen Bildung bereitgestellt, meldet der Pressedienst der Regierung unter Berufung auf Premierministerin Julija Svyrydenko. Nach offiziellen Angaben sollen mit diesen Mitteln mindestens 20 Kindergärten mit Schutzräumen in verschiedenen Regionen der Ukraine errichtet werden.
„In Zeiten ständiger feindlicher Beschießungen sind Schutzräume in Kindergärten Räume für einen sicheren, ununterbrochenen Bildungsprozess, insbesondere in frontnahen Gebieten“
— Julija Svyrydenko, Premierministerin
Wesentliche Parameter des Programms
Gemeinden können Projekte auf der Plattform DREAM einreichen. Die Annahme der Anträge läuft vom 20. Januar bis zum 26. Januar, 18:00 Uhr; die Mittelverteilung soll bis Ende Februar abgeschlossen sein.
Eine staatliche Subvention können erhalten:
• vorschulische Bildungseinrichtungen mit nicht weniger als 100 betreuten Kindern;
• Sonderkindergärten;
• Einrichtungen, die die einzigen in der Gemeinde sind oder in deren Räumen gleichzeitig zwei oder mehr Kindergärten betrieben werden.
Bezieht man sich auf das Minimum von 20 Einrichtungen, ergibt das im Durchschnitt etwa 50 Mio. UAH pro Objekt; die tatsächlichen Beträge hängen von Umfang der Arbeiten und von der Projektdokumentation ab.
Kontext und internationale Unterstützung
Diese Initiative ergänzt internationale Anstrengungen: Die Weltbank stellte im Dezember 2025 $30 Mio. für die Entwicklung der vorschulischen Bildung in der Ukraine bereit, teilweise zur Ausstattung von Gruppenräumen und Schutzräumen. Eine solche Kombination aus staatlichen und internationalen Mitteln ist ein Zeichen dafür, dass die Sicherheit der Kinder und die Kontinuität der Bildung für die Partner Priorität behalten.
Warum das wichtig ist
Erstens sind Schutzräume nicht nur Orte des Zufluchts bei Beschuss, sondern auch eine Garantie für die Kontinuität des Bildungsprozesses: Eltern sind eher bereit, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken, wenn Sicherheitsgarantien bestehen. Zweitens unterstützen Investitionen in Räume der vorschulischen Bildung die lokale Infrastruktur und schaffen Arbeitsplätze beim Bau und bei der Ausstattung.
Was die Gemeinden tun müssen und wie es weitergeht
Gemeinden, die eine Subvention beantragen wollen, müssen zügig die Projektdokumentation vorbereiten und den Antrag fristgerecht auf DREAM einreichen. Es folgen ein Wettbewerbsverfahren und eine technische Prüfung der Projekte; von der Schnelligkeit und Qualität der Vorbereitung hängt ab, ob eine konkrete Einrichtung in die Liste der Geförderten aufgenommen wird.
Jetzt sind die Gemeinden am Zug: Werden diese Ankündigungen in konkrete Schutzräume in jedem Bezirk umgesetzt? Die Antwort hängt von der Einsatzbereitschaft der lokalen Behörden und der Qualität der Projekte ab — und damit von der Sicherheit von Millionen ukrainischer Familien.