Angriff auf den Online‑Shop der NBU: personenbezogene Daten gefährdet, Zahlungsdaten — sicher

Der Online‑Shop für numismatische Produkte der Nationalbank hat seinen Betrieb vorübergehend eingestellt, nachdem ein Dienstleister Ziel einer Cyberattacke geworden ist. Wir erklären, welche Daten möglicherweise ausgesickert sind, warum finanzielle Mittel nicht betroffen sind und was gewöhnliche Nutzer jetzt tun sollten.

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Фото: НБУ / Instagram

Kurz: warum das wichtig ist

Ein möglicher Leak von Kontaktinformationen der Käufer des Online‑Shops der Nationalbank der Ukraine (NBU) erschwert das Leben von Millionen Ukrainerinnen und Ukrainern, die an Online‑Bestellungen gewöhnt sind. Finanzielle Angaben, so die NBU, wurden nicht kompromittiert, doch das mindert nicht das Risiko von Phishing und Social Engineering.

Was passiert ist

Der Online‑Shop für numismatische Produkte der Nationalbank hat seinen Betrieb vorübergehend eingestellt, nachdem es einen Cyberangriff auf einen Auftragsnehmer gab. Nach offiziellen Angaben konnten die Angreifer möglicherweise auf personenbezogene Daten von Nutzerinnen und Nutzern zugreifen — Namen, Telefonnummern, E‑Mails und Lieferadressen. Die NBU betont: Die Systemarchitektur war so konzipiert, dass Auftragnehmer von kritischen Banksystemen isoliert sind, was ein Eindringen in die Dienste der Aufsichtsbehörde verhinderte.

„Potentiell konnten die Angreifer Zugriff auf personenbezogene Daten der Nutzer des Online‑Shops erhalten, und zwar: Vorname/Nachname, Telefonnummer, E‑Mail, Lieferadresse für numismatische Produkte. Finanzdaten — Kartendaten und andere vertrauliche Informationen, die mit Bankgeschäften zusammenhängen — wurden nicht kompromittiert.“

— Pressestelle der Nationalbank der Ukraine (NBU)

Folgen: was real ist und was potenziell

Real: Kontaktinformationen können in die Hände von Betrügern gelangen und die Grundlage für gezieltes Phishing bilden — E‑Mails, SMS oder Anrufe, die Lieferdienste oder Banken imitieren. Potenziell: Ein direkter Zugriff auf Kundengelder ist nach aktuellem Kenntnisstand ausgeschlossen.

Die NBU hat Kunden bereits gewarnt, dass ihre Mitarbeitenden keine Nachrichten senden, in denen um die Bestätigung von Zahlungsdaten gebeten wird, dass sie nicht anrufen, um Kartendaten zu erfragen, und nicht dazu auffordern, Bestellungen auf alternativen Wegen zu bezahlen. Die Analyse von Branchentrends bestätigt: Nach Vorfällen bei Auftragnehmern steigt die Anzahl gefälschter Rundmails, die legitime Dienste imitieren.

Was Nutzerinnen und Nutzer jetzt tun sollten

Schrittweise Sicherheit: Konto‑ oder Kartenabrechnungen prüfen; keine verdächtigen Links anklicken; am Telefon keine Daten preisgeben; bei Bedarf Passwörter in persönlichen Konten ändern; SMS‑/Push‑Benachrichtigungen für Transaktionen aktivieren. Wenn Sie eine verdächtige Nachricht erhalten — überprüfen Sie die Angaben über die offiziellen Kanäle der NBU oder Ihrer Bank.

Kontext und Fazit

Der Vorfall fällt mit anderen Cyberangriffen im Finanzsektor zusammen: Am 18. Februar meldete A‑Bank einen Angriff, der Teile von Kundenkonten betroffen hat. Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass Angriffe auf Auftragnehmer einer der häufigsten Wege für Eindringlinge sind. Das unterstreicht: Die Sicherheit staatlicher Dienste hängt nicht nur von internen Richtlinien, sondern auch von den Standards der Partner ab.

Das Beispiel der NBU zieht zwei wichtige Schlussfolgerungen: Eine systemische Architektur mit Isolation wirkt, aber Phishing vorzubeugen ist Aufgabe jeder und jedes Einzelnen. Nun die Frage an Markt und Regulierer: Reicht dieser Vorfall aus, um die Anforderungen an Auftragnehmer zu standardisieren und das Risiko einer Wiederholung zu verringern?

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